Psychische Herausforderungen im Homeoffice

Die Fehlzeiten von Arbeitnehmern, welche psychisch überbelastet sind, steigen aktuell stark.

Jeder dritte Arbeitnehmer gibt an, entweder Depressionen diagnostiziert bekommen zu haben oder das Gefühl zu haben, schon einmal betroffen gewesen zu sein.

Ebenfalls steigen die Zahlen der psychisch Belasteten Menschen stetig über die Jahre an, was sich auch auf erhöhte Ausfallzahlen durch psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmern auswirkt.

Aber woher kommt dieser Wandel?

Die Arbeit im Homeoffice soll daran auch eine Teilschuld haben.

Wo die Herausforderungen im Homeoffice liegen und was Sie dagegen tun können, erläutern wir in diesem Blog-Beitrag.

Herausforderung Homeoffice

Eine große Herausforderung im Homeoffice ist die Entgrenzung von privatem und beruflichem.

Durch den fehlenden „Tapetenwechsel“ assoziieren viele ihr Eigenheim mit der Arbeit.

Feste Pausenzeiten und generell feste Arbeitszeiten verschwimmen mit privaten Aufgaben, wie beispielsweise dem Haushalt.

Wer hat noch nicht gedacht sich bei einer schwierigen oder nervigen Aufgabe in den Haushalt zu flüchten und diesen als Alibi zu nutzen?

Oder nur mal eben schnell durchsaugen oder das Bad putzen bis man weiterarbeitet?

Genau diese Ablenkungen heben Grenzen zwischen Job und Privatleben auf.

 

Spielregeln Homeoffice

Ebenso spielen klare „Spielregeln“ eine Rolle.

Wer jeden Tag zur Arbeit fährt, muss sich vorher fertig machen, vielleicht ein Brot für die Mittagspause schmieren und kommt nachmittags oder abends wieder nach Hause; hat also einen geregelten Ablauf.

Diese Rahmenbedingungen fehlen im Homeoffice.

Warum ein Brot schmieren, wenn ich mir mittags in der Pause eben schnell etwas kochen kann?

Warum schick machen und etwas ordentliches Anziehen statt direkt aus dem Bett mit Jogginghose auf der Couch anfangen zu arbeiten?

Fehlen diese klaren Rituale, kommt es schnell zur Entgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit.

 

Nicht nur Nachteile im Homeoffice

Natürlich hat Homeoffice auch eine schöne Seite.

Man ist nicht gezwungen täglich zu Pendeln, kann morgens länger schlafen und möglicherweise zwischendurch einen Termin wahrnehmen.

Die flexible Gestaltung des Arbeitsalltags ist für jedermann eine Verlockung, kann sich aber ebenso als Falle entpuppen.

Manch einer kann Zuhause konzentrierter arbeiten und hat lieber seine Ruhe, aber auch hier muss darauf geachtet werden, nach Ende der Arbeitszeit einen Schlussstrich zu ziehen und ordentlich abschalten zu können.

Meistern Sie allerdings alle Herausforderungen, kann sich das Arbeiten im Homeoffice sogar sehr angenehm gestalten.

 

Lösungsansätze

Um den Herausforderungen im Homeoffice die Stirn zu bieten, sollten Sie sich strickt an die Spielregeln beim Arbeiten von zuhause halten.

Stehen Sie pünktlich auf, machen sich fertig, ziehen sich Ordentlich an (also keine Jogginghose!) und bereiten Sie alles für eine ungestörte Arbeitszeit vor. Folgen Sie also ihren alltäglichen Ritualen so, als würden Sie zur Arbeit fahren.

Vor allem sollten Sie das Handy und jede mögliche Ablenkung beiseitelegen.

Variieren Sie auch Ihre Arbeitszeiten nicht, sondern halten Sie diese strickt ein und machen auch nur wie gewohnt Ihre Pausen.

Setzten Sie sich nicht auf die Couch oder aufs Bett, sondern arbeiten Sie in einer angemessenen Haltung am (Schreib-)Tisch.

Nach Feierabend sollte alles beiseite geräumt werden oder der Raum, in welchem Sie arbeiten, verlassen werden. Ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“.

Auch Arbeitgeber können zu einem Problemlosen Arbeiten von zuhause beitragen, indem Sie regelmäßig nach dem Befinden ihrer Arbeitnehmer fragen und diese ansonsten ihrer Arbeit nachkommen lassen, denn: Vertrauen stärkt die Motivation!

Eine dauerhafte Kontrolle oder eine Erhöhung des Arbeitspensums führen allerdings eher zum gegenteiligen Effekt. Eher noch sollten Arbeitgeber akzeptieren, dass im Homeoffice meist ein geringeres Arbeitspensum zu schaffen ist.

 

Ein Tipp zum Schluss: Abwechslung hilft!

Um die Monotonie des Homeoffice zu durchkreuzen, gehen Sie doch zur Abwechslung in den Pausen ein wenig spazieren, oder betreiben Sie ein wenig Sport!

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