Systemischer Sozialtherapeut

Art: Seminare / Weiterbildung

Umfang: 650 UE berufsbegleitend
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Investition: 4000

Geeignet für:

  • Fachkräfte der Kinder & Jugendhilfe
  • Fachkräfte Gesundheitswesen
  • Fachkräfte Psychiatrien
  • Fachkräfte Sozialwesen
  • Fachkräfte Suchthilfe

Förderbar durch:

  • Bildungsgutschein
  • Bildungsprämie
  • Bildungsscheck

Buchbar als:

  • offene Weiterbildung

Inhalt

Die Sozialtherapie/Soziotherapie steht als eigenständiger Zweig zwischen den Disziplinen der Sozialen Arbeit, Psychologie, Psychotherapie und Medizin und verbindet diese Bereiche in einem lebensweltorientierten Ansatz im Kontext der gemeindepsychiatrischen Arbeit. Soziotherapie kommt immer da zu Einsatz wo sich Menschen in einer schwierigen psychosozialen Lage befinden. Dies kann im Rahmen der Familienhilfe, der Suchthilfe oder psychiatrischen Begleitung sein. Die Arbeit der Sozialtherapie findet stets lebensweltorientiert statt und ist dort zu finden, wo sich die Klientinnen und Klienten aufhalten. Somit ist die Arbeit meist von aufsuchendem Charakter, wie z.B. in der Aufsuchenden Familientherapie oder im Ambulant Betreuten Wohnen für Menschen mit psychischen oder Sucht Erkrankungen. Aber auch im stationären Rahmen wie in der Justizvollzugsanstalt oder in Psychosozialen Wohnheimen findet Sozialtherapie statt. Ziel soll es stets sein, die Klientinnen und Klienten in ihrer aktuellen Lebenssituation zu unterstützen und im Sinne von Empowerment Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Die Weiterbildung am Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit gliedert sich in zwei in sich geschlossene Module. Modul eins beinhaltet die Grundlagen der Psychosozialen Praxis und deren Handlungsfelder. In Modul zwei werden die Kompetenzen im Bereich der Sozialtherapie erweitert und die speziellen Anforderungen an die Sozialtherapeutische Arbeit in den Mittelpunkt gestellt. Beide Module beinhalten Theorie und Praxis des systemischen Ansatzes und werden supervisorisch begleitet. Eine Weiterbildung zum Psychosozialen Berater BSG kann vollständig auf die Weiterbildung zum Systemischen Sozialtherapeuten angerechnet werden. Es reduziert sich die Ausbildungszeit um 12 Monate.
  • Eine Förderung von 500 € für jeweils beide Weiterbildungen ist so möglich!
  • Die Weiterbildung ist AZAV zertifiziert und somit zu 100% über das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit förderbar.
Abschluss: Nach erfolgreicher schriftlicher, mündlicher und praktischer Prüfung erhält der Teilnehmer:
  1. BSG-Abschluss-Zertifikat
  2. Die Weiterbildung entspricht den Richtlinien des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS). Sind alle Nachweise und Grundvoraussetzungen zur Anerkennung des Zertifikates des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS) erbracht (hierzu gehört auch die Mitgliedschaft in der DFS), kann das Zertifikat zum/r “Sozialtherapeut/in DFS” beantragt werden.
  3. Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Abschluss auch für die Krankenkassenleistung der Soziotherapie nach §37a SGB V anerkannt.
  4. Anerkennung als Fachkraft für die soziale Betreuung nach Anlage 1 WTG DVO – zu § 1 Abs. 2 WTG-DVO durch den Kreis Recklinghausen.
DFS Logo Zeitstruktur:
  • Die Seminarblöcke finden ca. einmal im Monat von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag statt. In den NRW Ferien ist in der Regel kein Seminar.
  • Supervision: Freitags 16:00 bis 19:15 Uhr = 4 UE (á 45 Minuten) inkl. 15 Minuten Pause
  • Samstags: 9:00 bis 17:30 Uhr = 10 UE (á 45 Minuten) inkl. 60 Minuten Pause
  • Sonntags: 8:00 bis 16:30 Uhr = 10 UE (á 45 Minuten) inkl. 60 Minuten Pause

Ziele

Die Weiterbildung qualifiziert zum professionellen und eigenverantwortlichen Arbeiten als Sozialtherapeut/Soziotherapeut im pädagogisch-therapeutischen Kontext und ist geprägt durch eine ganzheitliche und systemisch orientierte Sichtweise. Die Weiterbildung kombiniert Theorie und Praxis, lehrt handlungsorientiert, ganzheitlich und nachhaltig. Sie trägt zur Professionalisierung der Angebote im Gesundheits- und Sozialwesen bei. Bei einer entsprechenden Vorbildung, befähigt die Weiterbildung dazu Ambulante Soziotherapie nach §37a SGB V anzubieten und mit den Krankenkassen abzurechnen. Dies kann im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder in einer Institution geschehen.