Revolution im Sozial- und Gesundheitswesen

Die erste Jahreshälfte 2020 zeigt, wie anfällig das Modell der „Präsenzzeit“ für Dozenten, Trainer und Referenten sein kann. Eine Onlinepräsenz wird auch in diesem Bereich immer überlebenswichtiger.

Auch in Onlinekursen können Lerninhalte didaktisch begleitet werden z.B. über Lehrvideos und durch die Erstellung von Aufgaben, Übungen und Tests, bei denen die Teilnehmer sich interaktiv im Lernprozess einbringen können.

Für viele Dozenten und Trainer ist das Naheliegendste, einfach ihre Kursinhalte in Webinaren abzuhalten. In vielen Gesprächen mit Dozenten in den letzten Wochen zeigte sich mir aber, dass dies für die Teilnehmer schon nach einer Stunde sehr anstrengend werden kann.

Ein angelegter Kurs bietet den Vorteil, dass der Teilnehmer sich den „Konsum“ frei nach seinem Belieben einteilen kann und somit Schritt für Schritt – in seinem Tempo – lernen kann. Ein weiterer Vorteil von Onlinekursen ist die orts- und zeitunabhängige Bearbeitung für die Teilnehmer. So können Sie mit Ihren Onlinekursen z.B. Personen von München bis Berlin erreichen, welche sich den Lerninhalt ganz entspannt nach der Arbeit, am Wochenende oder auch als Schulung innerhalb der Arbeit ansehen können.

E-Learning ist gerade in der momentanen Zeit in aller Munde. Aber was ist das eigentlich?

E-Learning steht für „Electronic Learning“ und bedeutet elektronisches, selbstbestimmtes Lernen. Darunter fallen alle digitalen Medien, die zur Lehre verwendet werden. In den nächsten Jahren werden Onlinelösungen zumindest eine Ergänzung zu regulären Weiterbildungen sein, wenn sie diese nicht sogar völlig ersetzen. Dabei lösen die Onlinekurse auch logistische Probleme. Es muss nicht mehr nach Raumkapazitäten geschaut werden oder nach Zeitkapazitäten des Dozenten und der Teilnehmer.

Jeder kann in seinem Lerntempo lernen und nach Bedarf die Lerninhalte wiederholen. Durch unterschiedliche Möglichkeiten, wie Videos, Podcast, Skripte, Präsentationen und Lernspiele, werden zudem verschiedene Lerntypen angesprochen.

Möchten Sie Ihren Kurs auch gerne digitalisieren? Wissen aber nicht wie? Möchten Sie auch, dass Ihre Kurse deutschlandweit genutzt werden können und ohne lange Fahrwege oder straffe Zeitplanungen buchbar sind? Dann unterstützen wir Sie gerne!

Von der Aufnahme, bis hin zum Vertrieb helfen wir Ihnen, Ihre Kurse einem breiten Fachpublikum zur Verfügung zu stellen.

Schauen Sie sich gerne unser Video an und nehmen Sie im Anschluss gerne unverbindlich Kontakt zu uns auf:

02361 / 3885943

Sie performen, wir kümmern uns um den Rest

Auswirkungen der Corona-Krise in Kanada – Prof. Dr. Arlene Kent-Wilkinson im Interview

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf das kanadische Gesundheitssystem und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger?

Wie funktioniert das kanadische Gesundheitssystem, im Vergeich zu unserem Deutschen Gesundheitssystem?

Welchen Effekt hat die Krise explizit auf Menschen mit psychischen Belastungen?

Und vor allem – wie schätzt Prof. Dr. Kent-Wilkinson den weiteren Verlauf der Pandemie ein?

Ein sehr spannendes Interview auf hohem fachlichen Niveau!

Am Montag, den 11.05.20 wird es veröffentlicht!

Berufliche Neuorientierung – Ausweg aus der Krise

Was die aktuelle Krise auf jeden Fall mit sich bringt, ist, dass die Menschen gezwungen werden auf die STOP-Taste zu drücken. Zeit, in der wir alle bewusster und achtsamer in uns hineinhorchen können. Eine Zeit, in der auch viele Menschen ihren bisherigen Weg kritisch durchleuten. Ist der Job, in dem ich die letzten Jahre gearbeitet habe, das richtige für mich? Bietet die aktuelle Krise vielleicht auch eine Chance für Neuorientierung?

Falls Sie auf der Suche sind nach neuen Möglichkeiten und Wachstum, möchten wir Ihnen gerne einen kleinen Einblick in unsere Weiterbildung „Sytemische/r SozialtherapeutIn DFS“ ermöglichen, welche nun auch online stattfinden kann.

Im Folgenden lesen Sie ein Interview mit Ralf Enchelmaier, einem unserer Dozenten in der Weiterbildung.

„Qualifikation schützt vor Burnout und dem Helfersyndrom“



Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem wird gewahrt

BSG – Dozent Ralf Enchelmaier ist in der Weiterbildung „systemischer Sozialtherapeut DFS“ leitend in den inkludierten Modulen „systemische Grundhaltung“, „Einführung in die Systemtheorie“, „Bindungstheorien und Beziehungsverhalten“ sowie „systemischen Fragetechniken“ tätig.

Absolventen der Weiterbildung sind gefragte Fachkräfte, die, laut Herr Enchelmaier, durch ihre Zusatzqualifikation in vielen begleitenden, pädagogischen und sozialtherapeutischen Feldern, wie gesetzlicher Betreuung, Schulbegleitung, in der Behindertenhilfe oder im psychosozialen Bereich und der Familienhilfe honoriert werden. Zudem eröffnet es neue Berufsfelder und einen besseren Umgang in der Arbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen.

In der Weiterbildung erlangen die Teilnehmer eine Vielzahl an Methodenkompetenzen, die sie im beruflichen Alltag anwenden können. Ralf Enchelmaier kommt selbst aus der Praxis, er hat eine Grundausbildung als Philosoph und Soziologe M.A., zudem hat er mehrjährige Erfahrung im Bereich der Psychiatrienachsorge. Heute arbeitet er als selbstständiger systemischer Coach, Supervisior und als Dozent in der Erwachsenenbildung.

In seinen beruflich vielfältigen Erfahrungen wendete er Methoden und Haltungen aus seiner eigenen systemischen Familien- und Sozialtherapeuten Weiterbildung an. Nun vermittelt er diese beim Bildungsinstituts für Soziales- und Gesundheit als Dozent in der Weiterbildung zum systemischen Sozialtherapeuten DFS.

„Im Modul systemische Grundhaltung vermittle ich Werte, Haltungen und verschiedene Zugänge zur Sozialtherapie. Ich gehe auf die Wirksamkeit von Therapie und auf verschiedene Strömungen ein. Die Teilnehmer lernen Ihre eigene therapeutische Haltung kennen und zu hinterfragen“, so Enchelmaier.

Zudem gibt es einen Einblick in die Systemtheorie von Niklas Luhmann „sodass die TeilnehmerInnen ihr praktisches Arbeiten, theoretisch einbetten und die Theorie als ein grundlegendes Werkzeug in der Ausübung von Sozialtherapie begreifen“ können.

Im Modul Bindungstheorien und Beziehungsverhalten können die TeilnehmerInnen ihren eigenen Bindungstypen analysieren. „Im Zentrum steht die Bindungstheorie mit den Bindungstypen nach Karl Heinz Britsch“. Des Weiteren geht es um die Beziehungsdynamiken, die durch einen längeren Beratungs- und Begleitprozess entstehen.

In dem Modul „systemische Fragetechniken“ erlernen Sie, wie Sie die systemischen Theorien in der Praxis anwenden können. Sie werden in diesem Modul angeleitet, die systemischen Fragetechniken praktisch im Beratungsprozess anzuwenden.

Ralf Enchelmaier setzt die systemischen Methoden und Haltung natürlich auch selbst im Alltag um.

„Bei meiner langjährigen Arbeit in einer psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle eines Gesundheitsamtes, bediente ich mich oft der systemischen Fragen, um Klienten in ihrer chronifizierten Haltung zu verstören und etwas Bewegung in ihre Selbst- und Weltsicht zu bringen“.

Der Praxistransfer ist uns beim Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit sehr wichtig. Alle Dozenten sind praktisch tätig. Dadurch können spannende Falldiskussionen entstehen und die neuen Erkenntnisse der Module gut in die Praxis übertragen werden.

Auf die Frage, wie wichtig die Qualifikation im beruflichen Alltag für die Teilnehmer sein wird, antwortet Enchelmaier: „Die Kenntnis von systemtheoretischen Grundlagen erachte ich als ausgesprochen wichtig und dies durchzieht die ganze Arbeit mit Menschen… Die Qualifikation schütz auch besonders die Fachkräfte vor Burnout und dem Helfersyndrom, da die Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem besser gewahrt werden kann“.

Der Abschluss und die Anerkennung des Sozialtherapeuten beim deutschen Dachverband für Sozialtherapie, eröffnet Ihnen neue Berufsfelder, vermittelt Ihnen neue Methoden und Haltungen und stärkt ihren Umgang in der Arbeit mit Menschen.

Möchten Sie Ihren Blickwinkel systemtherapeutisch erweitern?

Möchten Sie neue systemische Methoden für die Zusammenarbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen erlangen?

Dann melden Sie sich doch gerne für mehr Informationen bei:

Alina Stollmeier
Leitung Weiterbildung

Tel: 02361/3885943

Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther im Interview

„Ich möchte doch, aber..“. Wieso stehen sich so viele Menschen selbst im Weg und schaffen es nicht, die Komfortzone zu verlassen? Warum wird lernen häufig mit dem Ziel verbunden, es schnell hinter sich zu bringen? Anstatt mit Begeisterung und Freude zu lernen. Stellt die Digitalisierung der verschiedenen Weiterbildungsangebote heutezutage eine Chance dar, oder eine Überforderung durch zu viele Möglichkeiten? Ein sehr spannendes und berührendes Gespräch mit Gerald Hüther!

Hier geht es zum Video:

Endlich wieder durchschlafen…

Ein Beitrag von Mathias Schiemann (Regionalleiter Ruhr Ost)

Unter Schlafhygiene versteht man die Gewohnheiten und Umstände, die einen gesunden Schlaf fördern. Vielleicht haben Sie diesen Begriff schon in verschiedenen Illustrierten gelesen und den einen oder anderen Tipp erfolglos ausprobiert.

Tatsächlich darf man sich von den einzelnen Tipps alleine genommen keine Wunder erwarten. Die Einhaltung einzelner Regeln oder die Kombination einzelner Regeln verhilft den meisten Menschen aber zu einem besseren und erholsameren Schlaf.

Man muss allerdings überlegen, was einem helfen könnte, muss ausprobieren und darf nicht so schnell aufgeben.

Zur Überprüfung, ob die selbst angewendeten Regeln auf den eigenen Schlaf einen Einfluss haben, ist es hilfreich oder notwendig, diese Regeln mindestens einen Monat lang konsequent einzuhalten und die Auswirkung möglichst in einem Schlaftagebuch zu notieren (Beispiele für ein Tagebuch senden wir Ihnen gerne zu).

Widmen Sie aber nur gelegentlich auftretenden Schlafstörungen nicht zu viel Aufmerksamkeit, sonst geht die unbefangene Einstellung zum Schlaf verloren. Meistens kennen Sie die Ursachen auch schon. Geben Sie sich dem Schlaf passiv hin und versuchen Sie nicht „mit Gewalt“ einzuschlafen.

Einige Regeln zur Schlafhygiene:

  1. Ein bequemes, Ihrem Alter und Ihrem Gewicht angepasstes Bett.

Ein dunkler oder mindestens abgedunkelter und ruhiger Raum sind sehr wichtige Voraussetzungen. Ein kühles gut gelüftetes Zimmer ist sicherlich hilfreich. Aber ein zu kaltes Zimmer, durch eine abgestellte Heizung und auch im Winter immer offenem Fenster, ist weder dem Schlaf förderlich noch gesund.

Je nach Bettdecke und Schlafbekleidung (Beides sollte leicht und nicht einengend sein) sowie dem persönlichen Empfinden, sind 16 – 18 Grad Celsius zu empfehlen.

Die Matratze sollte nicht zu weich sein. Getrennte Bettdecken und Matratzen sind für Paare manchmal besser. Die Bettwäsche sollte angenehm für sie sein.

Ihr Schlafzimmer muss für Sie ein angenehmer Raum sein, in den Sie gerne gehen, in dem Sie sich entspannen können. Deshalb verbannen Sie berufliche Unterlagen, spannende und aufregende Lektüre sowie Speisen aus Ihrem Schlafzimmer.

2. Halten Sie jeden Tag (auch an den Wochenenden und im Urlaub) einen gleichen Rhythmus ohne große Abweichungen ein.

Schichtarbeiter, die das nicht einhalten können, haben häufig aus diesem Grund Schlafprobleme. Die regelmäßige Aufstehzeit ist dabei von besonderer Bedeutung. Gehen Sie aber grundsätzlich erst schlafen, wenn Sie sich auch müde fühlen.

3. Regelmäßig ausgeübter Sport, regelmäßige körperliche Bewegung fördern den Schlaf.

Ein Mangel an körperlicher Bewegung insgesamt, möglichst an der frischen Luft und zu geringe körperliche Auslastung, können (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen.

Körperliche Überanstrengungen in nicht ausreichenden zeitlichen Abstand zur Schlafenszeit stören den Schlaf hingegen. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen, ähnlich wie Kaffee und Nikotin, unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden, bis dieser negative Einfluss wieder abflaut.

4. Trinken Sie etwa 4 Stunden vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr.

Oft hilft Alkohol zwar zum leichteren Einschlafen, er beeinträchtigt aber immer die Schlafqualität und führt vor allen Dingen in der zweiten Nachthälfte zu Durchschlaf-problemen. Auch schon bei geringen Mengen.

Trinken Sie, je nach persönlicher Empfindlichkeit 4 – 8 Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr. Hilfreich sind eine Tasse warme Milch oder Tee mit Honig. Der Magen sollte leicht gefüllt sein.

Denken Sie auch daran, dass schwarzer Kaffee, viele Teesorten (z.B. schwarzer und grüner), und Cola ebenfalls Koffein enthalten.

In der „Schlaf-Test-Phase“ sollten Sie nach Möglichkeit keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen und danach wesentlich eingeschränkt. Koffeinhaltige Medikamente sollten, in Abstimmung mit Ihrem Arzt, ebenfalls 3 – 4 Stunden vor der Schlafenszeit nicht mehr eingenommen werden.

5. Nikotin ist ein Anregungsmittel, welches das Einschlafen stört.

Nikotin ist ein Anregungsmittel, welches das Einschlafen stört und aufgrund von eintretenden Entzugserscheinungen den Schlaf unterbrechen kann. Tabak und einige Medikamente enthalten erhebliche Mengen an Nikotin. Raucher, die ihre Gewohnheiten aufgeben, schlafen besser ein und wachen nachts seltener auf, sobald die Entzugserscheinungen überwunden sind.

6. Mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie keine größeren Mengen und schweres Essen zu sich nehmen. Vor dem Zubettgehen können kleine leichte Snacks jedoch hilfreich sein. Milchprodukte enthalten z. B. die schlaffördernde Substanz Tryptophan und eignen sich deshalb als kleine Nachtmahlzeit.

7. Zwischen Ihrem Alltag und dem Zubettgehen sollten Sie eine „Pufferzone“ einrichten. Anstrengende Gespräche, Problemlösungen suchen, die Planung des nächsten Tages sollten vorher abgeschlossen sein.

Mindestens eine Stunde, besser zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie auf Freizeit umschalten, nur angenehme Gespräche führen und leichte Lektüre lesen. Oft ist sehr hilfreich, nicht lösbare Probleme und Planungen für den nächsten Tag aufzuschreiben. Sie brauchen dann keine Sorge zu haben, etwas zu vergessen.

Karten oder einzelne Blätter für jedes Problem haben sich dabei bewährt. Sie können dann leicht Ergänzungen anbringen. Oft fallen Ihnen dabei schon mögliche Lösungen ein, die Sie dann schon einmal schriftlich festhalten können.

Für ganz harte Fälle haben sich auch Zettel und Bleistift am Bett bewährt. Schnell ein Gedanke als Stichwort (mehr aber nicht!) festgehalten und schon ist der „Kopf wieder frei“ für den Schlaf.

8. Gewöhnen Sie sich ein regelmäßiges „Zu Bett geh Ritual“ an, eine Abfolge stets in der gleichen Reihenfolge durchgeführter Handlungen (z.B. Kontrolle, ob alle Fenster und Türen verschlossen sind, die Heizung reguliert ist, alle Haushaltsgeräte abgeschaltet sind, das Licht in allen Räumen aus ist, Schlafzimmer lüften, fertigmachen zum Schlafengehen).

Heitere und freundliche Bettlektüre fördert das Einschlafen. Ein warmes Bad mit Melissen-, Baldrian-, Hopfen- oder Lavendelzusätzen beruhigt. Probleme gehören nicht ins Bett, sondern sollten am Tage bewusst angegangen werden.

Dies kann helfen, den Körper bereits im Vorfeld auf die Schlafenszeit einzustimmen. Dieses Ritual sollte aber möglichst 30 Minuten nicht überschreiten.

09. Stehen Sie auf, wenn Sie nicht einschlafen können bzw. länger als 30 Minuten wach liegen, lesen Sie eine leichte, angenehme Literatur, schreiben Sie einem lieben Menschen, hören Sie ruhige Musik.

Setzten Sie sich dann aber keinem hellen Licht aus.

Helles Licht wirkt als „Wachmacher“ und verstellt evtl. Ihre innere Uhr. Trinken Sie keinen Alkohol, keinen Kaffee, essen Sie nur bei starkem Hunger einen Keks oder Joghurt, rauchen Sie nicht, nehmen Sie nur in absoluten Ausnahmefällen und einmalig ein leichtes Einschlafmittel.

Wenn Sie nachts aufwachen und z.B. regelmäßig essen, führt das nach kurzer Zeit dazu, dass Ihr Körper von selbst wach wird und von Ihnen „gefüttert“ werden will.

10. Schauen Sie nachts nicht auf die Uhr. Sie werden gedanklich und körperlich direkt reagieren. Sie werden angespannt und erregt sein, wenn Sie wieder einmal „feststellen“, dass Ihnen nur so wenig Zeit bis zum Aufstehen bleibt. Es wird Ihnen den letzten Rest an Unbefangenheit gegenüber dem Schlaf rauben.

11. Vermeiden Sie den Schlaf am Tage. Wenn Sie die Müdigkeit tagsüber nicht kontrollieren können, stellen Sie sicher, dass es bei einem Nickerchen von max. 30 besser 20 Minuten oder weniger bleibt und möglichst nicht nach 16.00 Uhr.

12. Schränken Sie bei generellen Schlafstörungen Ihre Bettliegezeit auf die Anzahl Stunden ein, die Sie im Mittel pro Nacht in der letzten zurückliegenden Woche geschlafen haben. Zu lange Bettliegezeiten können zu weiter anhaltenden Schlafstörungen beitragen. Als Richtmaß gilt für die meisten Menschen mit Schlafstörungen 7 Stunden in der Lernphase im Bett zu verbringen, aber keinesfalls mehr als 8 Stunden.

13. Nach dem Aufstehen sollten Sie sich nach Möglichkeit etwa eine halbe Stunde lang dem Tageslicht aussetzen. Selbst an einem grauen, bedeckten Tag hilft das, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Ein helles, freundliches Badezimmer wird Ihnen am Morgen zusätzlich helfen. Wer an einer sogenannten Winterdepression leidet, dem sei eine tägliche „Lichtdusche“ empfohlen. Schlafstörungen, Müdigkeit und saisonale Depressionen sollen gemindert werden. Täglich etwa eine Stunde vor einer 7.000 Lux starken, oder eine halbe Stunde vor einer 10.000 Lux starken Lichtquelle sollen ausreichen. Sie können dabei auch lesen, essen, bügeln etc.

Stress und Existenzsorgen sind in der heutigen Zeit sicher ein sehr großes Problem. Bedenken Sie, dass diese Probleme noch viel größer werden, wenn Sie keinen erholsamen Schlaf haben. Entspannungsübungen jedweder Art können helfen. Ein bewusster Umgang mit den Problemen, der feste Wille zur Problemlösung, Gespräche mit guten Freunden, zu denen ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht, können dazu beitragen Schlafprobleme zu mildern.

Viele dieser Regeln bedeuten vielleicht, dass Sie auf die eine oder andere liebgewonnene Gewohnheit verzichten müssen, deshalb sollten Sie sich auch etwas gönnen. Es sind oft auch nicht unbedingt alle Regeln in ihrer Gesamtheit notwendig. Bedenken Sie immer, dass alles im Leben ausgewogen sein sollte. Ein aktiv gestalteter Tag, mit Arbeit und Vergnügen, kann zu einem erholsamen Schlaf beitragen und umgekehrt auch.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nicht oder schlecht schlafen sollten, suchen Sie einen Schlafmediziner auf. Die Ursachen können, wie vielleicht deutlich geworden ist, sehr vielfältig sein. Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein. Bei einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit/Tagesschläfrigkeit sollten Sie auch einmal überprüfen lassen, ob Sie an einem Schlafapnoe-Syndrom leiden. 

Diese Informationen wurden aufgrund von vielen persönlichen Erfahrungen, Berichten von Betroffenen und Mitarbeit in Arbeitskreisen zusammengetragen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und jede Haftung ist ausgeschlossen.

Quelle: https://www.schlafapnoe-solingen.de/medizinische-infos/schlafhygiene-regeln-zur-foerderung-eines-gesunden-schlafs/

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Gut? Schlecht? Wer weiß das schon…

Ein Beitrag von Renate Gaun (Leitung Marketing und PR)

In den letzten Wochen wird man von schlechten Nachrichten nur so überrollt. Diese kleine Geschichte soll einfach mal zum Nachdenken anregen. Was Sie damit machen, ist ganz Ihnen überlassen…

Ein Mann hatte einen Sohn und ein Pferd auf einer Weide. Es war das schönste Pferd in der ganzen Gegend und alle Leute lobten den Mann und seinen Sohn für ihr tolles Pferd. Ständig merkten Sie an, wie viel Glück der alte Mann doch hatte. Doch der Mann war klug und weise. Stets war seine Antwort: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Eines Tages geschah ein Unheil. Das Pferd büchste aus und war nicht mehr gesehen. Alle Leute sprachen zu dem Mann: „Oh du armer Mann, du hattest das schönste Pferd und nun ist es weg. Wie groß ist der Verlust!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

So zog der Sohn aus, um nach dem Pferd Ausschau zu halten. Nach langer Suche fand er es endlich in einer großen Gruppe von edlen Wildpferden. Als er sein Pferd einfing, folgten alle Wildpferde bis nach Hause. Von da an hatten der Mann und sein Sohn viele teure und edle Wildpferde. Alle Menschen aus der Umgebung kamen und sprachen voller Bewunderung: „Oh du glücklicher Mann. Nun hast du einen Stall voll von edlen und teuren Pferden. Wieviel Glück du doch hast!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Als der Sohn des Mannes eines Tages eines der Wildpferde einritt, stürzte er und brach sich ein Bein. Als die Menschen aus der Umgebung kamen, um ihn zu besuchen, sprachen sie: „Oh du armer Mann, dein Sohn ist so schwer gestürzt, was für ein großes Pech ihr habt!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Einige Tage später brach ein Krieg aus und es kam die Nachricht der Regierung, dass alle jungen Männer aus der Umgebung in den Krieg ziehen müssen. Alle… außer der „arme“ Sohn der sich das Bein gebrochen hatte…..

und so ging die Geschichte weiter.

Dinge in unserem Leben, die schlecht aussehen, können gut sein und umgekehrt. Wir werden es erst am Schluss herausfinden..

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Bewegungsmangel?

Ein Beitrag von Mirco Saul (Teamassistenz)
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Ein Spaziergang oder eine Runde Joggen an der frischen Luft sind generell gut für uns – doch gerade in Zeiten von Corona sollten wir uns nochmal vor Augen führen, wie gut uns Bewegung an der frischen Luft tun kann. Durch den Sport wird der Körper widerstandsfähiger und wir bleiben in Bewegung. Nicht nur, dass wir etwas für unsere Beweglichkeit und unsere Muskeln tun ist von großem Vorteil, sondern dass wir auch unsere Lunge durch die Aktionen an der frischen Luft stärken. Außerdem ist der Sport draußen ein gutes Mittel dem Lagerkoller vorzubeugen, der einen in der jetzigen Zeit des Kontaktverbots schnell einholen kann. Darüber hinaus kann man noch ordentlich Vitamin D durch die Sonnenstrahlen tanken, die uns zurzeit erfreuen. Denn Vitamin D trägt neben der richtigen Ernährung ebenfalls zu einem starken Immunsystem bei.

Sollte man nicht vor die Tür gehen wollen, kann man natürlich auch zuhause in Bewegung bleiben. Hier sollte allerdings auch darauf geachtet werden mehrmals täglich zu lüften, um sich selbst mit frischer Luft zu versorgen.

Ideen für den Sport draußen (alleine):

  • Spazieren gehen
  • Joggen
  • Walken
  • Fahrrad fahren

Ideen für den Sport zuhause:

  • Yoga
  • Workouts ohne Equipment

    Sollten Sie Unterstützung dabei benötigen oder Input brauchen: Frau Gaun bietet in regelmäßigen Abständen Live-Workouts (online) an. Was Sie dafür benötigen? Einen Internetfähigen Laptop / Handy. Ansonten Durchhaltevermögen. Wer dabei sein möchte, darf sich gerne per Mail bei Frau Gaun melden. Sie erklärt Ihnen dann das weitere Vorgehen.

    Kontakt: .

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Immunsystem stärken!

Ein Beitrag von Mirco Saul (Teamassistenz)
https://bildung-sg.de/profile/mirco-saul/

Gerade in der jetzigen Situation ist es besonders wichtig, dass man ein starkes Immunsystem hat, um es dem Virus besonders schwer zu machen. Wichtig für das Immunsystem sind die Vitamine A, Vitamin B1, B6 und B12, Vitamin C, Vitamin D und E, Folsäure und Niacin sowie die Mineralstoffe Zink, Selen, Eisen und Kupfer. Um sich ausreichend mit diesen wichtigen Mikronährstoffen zu versorgen, eignen sich besonders diese Nahrungsmittel: Hülsenfrüchte, wie Linsen und Bohnen, Brokkoli, dunkle Beeren, Knoblauch, Nüsse, rote Paprika und Zitrusfrüchte. Damit die Lungenfunktion verbessert und erhalten wird, helfen z.B. Ingwer und Zwiebeln mit ihren ätherischen Ölen.

Es empfiehlt sich also eine Ernährung die:

  • Vitamine: A, B6, B12, C, D, E
  • Spurenelemente: Zink, Eisen, Selen, Kupfer, Folsäure, Niacin
  • sekundäre Pflanzenstoffe

enthält.

Um ihr Immunsystem zu stärken, eigenen sich besonders gut:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Pilze
  • Nüsse
  • Knoblauch
  • Zitronen
  • Kräutertees

Vor allem gelbes, orangefarbenes, rotes und tiefgrünes Gemüse und Obst, die reich an Vitalstoffen und Beta-Carotin sind, stärken das Immunsystem. Dabei regen sie die Produktion der weißen Blutkörperchen in unserem Körper an und helfen so bei der Abwehr von Krankheitserregern.

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Tagesstruktur in Zeiten von Corona

Ein Beitrag von Alina Stollmeier (Leitung Fort- und Weiterbildung)
https://bildung-sg.de/profile/alina-stollmeier/

#stayhome das ist das Gebot der aktuellen Stunde.
Aber wie sieht das aus, wenn ich plötzlich 24/7 zu Hause bin?
Ein geregelter Tagesablauf ist eine wichtige Grundlage für die psychische Gesundheit.


Hier kommen 6 Tipps zum Aufbau einer Tagesstruktur in der Corona-Zeit:

Aus der mehrjährigen Berufserfahrung mit psychosozial beeinträchtigten Menschen ist uns eins sehr deutlich geworden: Ein geregelter Tagesablauf ist eine wichtige Grundlage für die psychische Gesundheit. Vielen fällt es momentan in der Corona-Krise schwer, eine Tagesstruktur aufrecht zu halten.

  •  Wie häufig saßen Sie schon diese Woche ungeduscht und nur mit ihrem Bademantel bekleidet vor Ihrem PC im Homeoffice?
  • Wie oft sind Sie vor Netflix und Co. versackt und haben dort den restlichen Tag verbracht?

Was könnten Sie also tun, um in der Krise für Ihre psychische Gesundheit zu sorgen?

Hier 6 Tipps für Ihre Tagesstruktur:

Tipp 1: Stehen Sie weiter zu Ihrer gewohnten Zeit auf. Stellen Sie sich einen Wecker und gehen Sie wie gewohnt duschen und machen Sie sich für die Arbeit fertig.

Tipp 2: Organisieren Sie Ihren Tagesablauf. Auch nach dem Homeoffice können Sie eine Struktur beibehalten. Suchen Sie sich für den restlichen Tag eine Aufgabe. Wann hatten Sie mal Zeit Ihre Papiere zu ordnen? Steuererklärung schon erledigt? Frühjahrsputz? Kleiderschrank aussortiert? Gebügelt? Da gibt es einiges, was wir gerne vor uns herschieben. Jetzt haben Sie dafür Zeit, um dann geordnet und sortiert nach der Corona-Krise wieder voll durchzustarten.

Tipp 3: Soziale Distanz ist momentan die wichtigste Aufgabe jedes Einzelnen, aber gehen Sie trotzdem weiter raus! Wichtig ist natürlich alleine oder mit den Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Die Sonne und die frische Luft sind wichtige Elemente der Natur, die Balsam für unsere Seele sind. Gerade bei vielen Sorgen wirkt ein langer Spaziergang in der Natur wahre Wunder.

Tipp 4: Natürlich sind auch Pausen wichtig. Nachdem Sie Ihre Aufgaben von der TO-DO Liste erfüllt haben, ist es auch wichtig sich eine Pause zu gönnen. Für jeden sieht eine Pause anders aus. Schauen Sie was Ihnen gut tut. Für den einen sind es Fitnessübungen für den anderen eine Folge der Lieblingsserie.

Tipp 5: Auch in den kleinen Dingen des Lebens liegt viel Schönes. Was könnten Sie sich Gutes tun? Wofür bleibt sonst zu wenig Zeit? Wann haben Sie das letzte Mal ausgiebig und gesund gekocht? Die Sonnenstrahlen im Gesicht genossen? Die Natur betrachtet? Die Blumen, die alle im Frühling blühen und diesen momentan noch blaueren Himmel. Ist Ihnen schon aufgefallen wie ruhig es auf den Straßen geworden ist? Schreiben Sie sich jeden Abend drei Dinge auf, für die Sie am Tag dankbar waren. Sie werden merken, es gibt viele kleine Dinge im Leben, die zu unserer Zufriedenheit beitragen. Machen Sie sich diese bewusst!

Tipp 6: Es gibt unzählige digitale Möglichkeiten, um in Kontakt mit seinen geliebten Menschen zu bleiben. Auch das eingestaubte Telefon kann wieder aktiviert werden. Zudem können Sie auch die Zeit nutzen, um etwas Neues zu erlernen.

Sollten Sie Interesse an Themen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen haben, können Sie gerne bei den Weiterbildungsmöglichkeiten auf www.bildung-sg.de vorbei schauen. Auch hier wird es bald viele digitale Möglichkeiten geben, um bequem von zu Hause neues Wissen zu erlernen.
Mögliche Fragen zum Thema Corona können Sie gerne an folgende E-Mail Adresse senden: . Unsere Therapeuten und Coaches beantworten gerne ihre Fragen zum Thema physische und psychische Gesundheit in der Corona Zeit.

Bleiben Sie gesund und damit meine ich nicht nur Ihre körperliche Gesundheit. Achten Sie vor allem auch auf Ihre psychische Gesundheit in Zeiten der Corona-Krise.

Sozialarbeiterin/Soziotherapeutin

Alina Stollmeier

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