Vitamine bei Depressionen?

Dass Ernährung einen wichtigen Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, sollte mittlerweile jedem klar sein. Nichtsdestotrotz wird der Effekt einer gesunden und ausgewogengen Ernährung, in Bezug auf psychische Erkrankungen – neben den eindeutigen Auswirkungen auf den Körper, häufig dennoch unterschätzt. Das Ergbnis einer aktuellen Studie zeigt deutlich, dass ein bestimmte Vitamin ganz besonders im Kampf gegen die Depression helfen kann!

https://www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/depression-besiegen-ein-vitamin-hilft-besonders-im-kampf-gegen-die-trauer-art-5063219

Renate Gaun

Was sind wir wert ohne Arbeit?

Im Vorwort des Buches „Leben in Hartz IV – Armut und Menschenwürde“ von Tanja Kuhnert spricht Jochen Schweitzer über das „Arbeitsgebot“. Er schreibt, dass „Arbeit“ zu einem zwingenden Gebot geworden ist und dass Menschen, die dagegen „verstoßen“, oft stigmatisiert und ausgegrenzt werden. Er sagt auch, dass dieses Arbeitsgebot durch die Hartz-IV Regelung stets aufrecht gehalten wird. Diesbezüglich äußert er sich auch kritisch bezüglich „sinnloser ritueller Praktiken und Pseudoarbeitssuche“.

In folgendem Interview sprechen wir mit Tanja Kuhnert intensiv über die Auswirkungen des Systems Hartz IV auf die Betroffenen Menschen:

Auch Anna Mayr, Autorin des Buches „Die Elenden“ äußert sich in einem Interview zu diesem Thema. Sie berichtet von ihrem Aufwachsen in Hartz IV und darüber, was sich in unserer Gesellschaft, in Hinblick auf Menschen in Arbeitslosigkeit ändern sollte.


https://www.jetzt.de/kultur/anna-mayr-im-interview-ueber-arbeitslosigkeit-und-ihr-buch-die-elenden?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

DAK-Studie: Wenn das Elternhaus krank macht

Aus dem neuesten Report der DAK, resultierend auf einer respräsentativen Studie der Universität Bielefeld, bei der Krankenkassen und Versichertendaten von 600.000 Kindern und 430.000 Eltern ausgewertet wurden, geht hervor, dass in Familien mit niegrigem Bildungsstatus Jungen und Mädchen bis zu dreimal häufiger von bestimmten Erkrankungen betroffen sind als Kinder akademisch gebildeter Eltern. Das macht sich u.a. in höheren Fallzahlen von Kindern mit Adipositas bemerkbar. Laut DAK-Report haben von 1000 Kindern bildungsarmer Eltern 52 ein krankhaftes Übergewicht – bei Akademikerkindern sind es nur 15. Zudem gibt es z.B. auch Unterschiede bei Zahnkaries, bei Entwicklungsstörungen wie Sprach- und Sprechproblemen oder bei Verhaltensstörungen.


„Kinder bildungsarmer Eltern haben bis zu 68 Prozent mehr Krankenhausaufenthalte und bekommen bis zu 43 Prozent mehr Arzneimittel verschrieben als Kinder von Eltern mit hohem Bildungsabschluss. Im direkten Vergleich haben die Bildungseinflüsse der Familie deutlich größere Auswirkungen auf die Kindergesundheit als zum Beispiel Einkommensunterschiede.“ (DAK, 2020).

Ein wichtiger Grund, warum unser aufsuchendes Familliencoaching so wichtig und hilfreich ist. Wir sind davon überzeugt, dass das „Problem“ nie eindimensional betrachtet werden sollte. Gerade, wenn man das gesamte System miteinbezieht, mit Eltern UND Kindern GEMEINSAM arbeitet, zum Teil noch bessere und nachhaltige Erfolge erzielt werden können!

Quelle:
DAK (2020). Kinder und Jugenreport. Abgerufen am 24.08.2020 von https://www.dak.de/dak/bundesthemen/kinder–und-jugendreport-2104084.html#/

Warum gibt es das Menstruationstabu?

Geschrieben von Lynn Klarhorst:

Das Menstruationstabu ist auf jahrhundertelange Überlieferung von Unreinheit und Giftigkeit der Monatsblutung zurückzuführen. In den großen weltreligiösen Schriften kann man von klaren Regeln im Umgang mit Menstruierenden lesen. So wird beispielsweise das Stigma im Judentum, Christentum, Islam und Hinduismus bestärkt.

In einem wichtigen Text des Hinduismus liest man: „Die Weisheit, Kraft und Vitalität eines Mannes gehe vollkommen zugrunde, wenn er sich einer Frau während der Menstruation nähert. Wenn er sie hingegen in diesem Zustand meidet, werden seine Weisheit, Kraft und Vitalität zunehmen.“ Buch des Manu, Kapitel IV, 41-42.

Im dritten Buch Mose heißt es: „Wenn eine Frau Ausfluss hat, und zwar den Blutfluss ihres Fleisches, so soll sie sieben Tage lang in ihrer Unreinheit verbleiben. Wer sie berührt, ist unrein bis zum Abend. Alles, worauf sie sich in diesem Zustand legt, ist unrein; alles, worauf sie sich setzt, ist unrein.“ – Die Bibel, 3. Buch Mose, Kap. 15, Vers 19ff.

Daher ist es nicht gerade verwunderlich, dass sich die Angst vor der weiblichen Unreinheit weit verbreitet hat. Das dritte Buch Mose beschreibt außerdem ein Ritual, welches jede Frau nach Ablauf der sieben Tage durchführen soll. Um wieder als rein zu gelten, muss sie zwei Tauben opfern. Dies lässt sich als eine Art Entschuldigung, für die eigene Periode, bei Gott deuten.

Doch das Menstruationstabu ist nicht allein religiösen Schriften zuzuschreiben. In der Vergangenheit gab es immer wieder falsche Behauptungen, aus wissenschaftlicher Sicht. Viele Ärzte und Gelehrte waren der Meinung, dass Menstruationsblut nicht nur unrein, sondern auch giftig sei. Der berühmte Arzt Paracelsus machte 1566 die Aussage, dass kein Gift der Welt schädlicher sei, als das Menstruum. Der Kinderarzt Béla Schick ging in den Zwanzigerjahren sogar so weit, dass er davon sprach, dass Menstruierende einen toxischen Stoff über die Haut absondern. Aussagen, die den Alltag einer Frau sehr beschwerten. Diese Behauptungen wurden erst im Jahr 1958 endgültig medizinisch widerlegt. Trotz dessen hielten sich bis weit ins 20. Jahrhundert Aberglauben, wie, während der Monatsblutung darf man keine Früchte einkochen oder Sahne steif schlagen. Viele Frauen waren davon überzeugt und stellten die Aussagen nicht infrage. Außerdem wurden noch in den sechziger Jahren Mitarbeiterinnen in Fotolaboren entlassen, weil man davon ausging, dass die Menstruation im Zusammenhang mit Flecken auf den entwickelten Bildern steht.

Kurze Zeit später entstand eine sexuelle Revolution. Die 68er Jahre brachen das große Schweigen über Tabuthemen, wie Sex, Homosexualität und Empfängnisverhütung. Doch über die Menstruation bewahrte man weiterhin Stillschweigen. Die im Zuge dessen entstandene Welle der Aufklärung beinhaltete nicht den weiblichen Zyklus. Lange Zeit suchte man vergeblich, nach dem Thema Menstruation, in Schulbüchern. Die gesamte Weltliteratur wies im Jahr 1985 gerade einmal 50 Veröffentlichungen zu diesem Thema auf, was die anhaltende Tabuisierung bestätigte. Doch ohne Aufklärung kann kein Tabu besiegt werden.

Dies zeigt sich auch in anderen Kulturen bis heute. In vielen Ländern, in denen es kein ausgeprägtes Bildungssystem und keinen Internetzugang gibt, ist der Umgang mit der Monatsblutung eine große Hürde. Im schlimmsten Fall denken Mädchen, dass sie eine gefährliche Krankheit haben, da ihnen niemand sagt, dass es ein völlig normaler Prozess der Menschheit ist. Ihnen fehlt die Aufklärung zum richtigen Umgang mit der Periode und Erklärungen zur hygienischen Vorgehensweise. So endet der Monatszyklus nicht selten mit einer Infektion. Denn Frauen und Mädchen in ärmeren Ländern benutzen, was sie finden, um ihren Blutfluss möglichst unsichtbar zu halten. Blätter, alte Lappen und sogar Plastiktüten werden als Binden zweckentfremdet.

Solche Extreme erleben wir in westlich geprägten Ländern nicht, doch es zeigt uns, wohin Schweigen führen kann.

Bis in die Achtzigerjahre kaufte man auch in Deutschland Monatshygieneprodukte mithilfe eines kleinen Abschnittes, der sich an jeder Produktverpackung befand. So wurde ein stiller und diskreter Kauf unterstützt. Bis heute ist jeder zehnten Frau der Kauf von Menstruationsprodukten unangenehm. Dieses Gefühl wird noch immer durch die großen Hersteller von Monatshygieneprodukten bestärkt. Abkürzungen, wie der Markenname „o.b.“ (ohne Binde) und Produktnamen, wie „always discreet“, geben Kundinnen weiterhin das Schamgefühl mit auf den Weg. Auch Kampagnen und Werbefilme zeigen nicht die Realität, sondern geschönte Versionen der Menstruation. Blaue Flüssigkeit ersetzt das Blut und perfekte Frauen in Sommerkleidern tanzen unbeschwert durch den Alltag. So kann und wird sich nichts am Tabuthema ändern.

Quellen:
Buch des Manu, Kapitel IV, 41-42.
Die Bibel, 3. Buch Mose, Kap.15
Paracelsus: 1566, zitiert nach Müller-Hess, 1938, S.19
Bopp Annette: Die ver-rückte Frau. In: Die Zeit, 15/1985
Hering Sabine; Maierhof Gudrun: Die unpässliche Frau – Sozialgeschichte der Menstruation und Hygiene von 1860 bis 1985. 2. Auflage. Pfaffenweiler, 1991

https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/68er-bewegung/51853/sexuelle-revolution
https://www.splendid-research.com/de/studie-menstrual-hygiene.html

The Pad Projekt, Film

Kann Präsenzlehre noch das werden, was es früher war?

Das beträchtliche Erneuerungen und elementare Veränderungen sogar über Nacht möglich sind, ist die klare Erkenntnis der Corona-Politik.

Was vorher niemand auch nur ansatzweise für möglich gehalten hat, rechtfertigte der Kampf gegen die Pandemie.

Das Leben in der Öffentlichkeit wurde in soziale Isolation deportiert. Einrichtungen wie Restaurants, Hotels, Büros und Schulen blieben geschlossen. Durch Abstands-, Hygieneregeln und Alltagsmasken wurde eine Rückkehr in das Leben erlaubt.

Nach den Sommerferien wollen auch Schulen Schritt für Schritt zu einer Normalität des Präsensunterrichts zurückkehren.

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hält in einer Anfang Juli veröffentlichten Pressemitteilung eine „sofortige vollständige Rückkehr in den Präsenzbetrieb unter anhaltenden Corona-Bedingungen für verfehlt“.

So bekennt sich die Hochschulrektorenkonferenz – die Interessenorganisation von Universitäten und (Fach-) Hochschulen, in denen insgesamt rund 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind – klar zum Fernstudium.

Um aber der Kritik vorzubeugen, dass es sich beim Verzicht auf den Normalbetrieb um eine unnötig weit vorauseilende Kapitulation vor den Corona-Risiken handle, verweist der HRK-Präsident unter anderem darauf, dass Studierende „ihre Leistungen bei allen Kompromissen auch erfolgreich digital erbringen können“.

Man könnte sich eingestehen, dass bereits lange vor der Corona-Krise neue Informations- und Kommunikationstechnologien die Welt des Studiums weitreichend verändert haben. Die Corona-Krise beschleunigt lediglich, was bislang in Deutschland in der Regel praktisch nicht und nur in Ausnahmefälle, bestenfalls zögerlich in Gang gekommen ist: Eine Digitalisierung der Lehre.

Ökonomische Logik der Massenproduktion und die geballte professionelle Expertise hochspezialisierter Online-Anbieter sprechen für eine zwangsläufige Optimierung, Standardisierung und Skalierung der Lehrangebote durch digitale Lehre.

In vielen Grundlagenfächern zeigt sich heute schon was in der digitalen Lehre bereits Maßstab aller Dinge ist. Für ein inhaltlich, wie didaktisch hochwertiges digitales Angebot scheuen die großen Lehrbuchverlage weder Kosten noch Mühen. Das Basiswissen durch exzellent geschulte, bestens vorbereitete und enorm motivierte Dozierende unterstützt von Videos zu Erklärung, Animationsfilmen, Dokumentationen und Grafiken und professioneller Bild- und Tonqualität vorgetragen.

Dazugehören Fallstudien aus der Praxis, Anwendungsbeispiele, Chatrooms, Netzwerke, interaktive Foren, Seminare, Tutorien genauso wie Cross- und multimediale Zusatzangebote aus Mediatheken, Hintergrundmateriealien, Zugriff auf Datenbanken, Quellen und weiterführende Literatur.

Das Spektrum der standardisierten Digitallehre wird durch eine breite Palette von Zusatzleistungen – von Foliensätzen und Übungsaufgaben, über laufende Besprechungen und (Selbst-) Kontrolle der Lehrfortschritte bis zu Probeklausuren mit Musterantworten und individualisierter Nachbearbeitung – ergänzt.

So werden durch die Digitalisierung unvorstellbare Möglichkeiten der orts- und zeitunabhängige, universitäre Studiengänge und akademischen Bildungsprogramme zu nutzen geboten. Ein Fernstudium ermöglicht jederzeit, rund um die Uhr einen maßgeschneiderten Zugang zum Wissen. Auch bietet das Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit eine Reihe an Online Weiterbildungen https://www.kurse-bildung-sg.de.

Brauchen wir überhaupt noch Lehrangebote, die zu fixen Zeiten, an fixen Orten von Professoren deren Interesse an der Lehre nachrangig ist oder deren pädagogischen Fähigkeiten bei der Berufung gar kein entscheidendes Kriterium waren vorgetragen werden?

„Wir sollten bei aller Anspannung außerdem nicht vergessen, dass wir von den heutigen Erfahrungen profitieren können, wenn wir sie vorbehaltlos analysieren und Folgerungen im Hinblick auf eine weitere konstruktive Fortentwicklung unserer Lehre unter Einschluss digitaler Elemente ziehen“, so der HRK-Präsident in seiner Begründung für das Festhalten am universitären Krisenmodus.

Lieber sollten wir die Zukunft der Lehre im Post-Corona-Zeitalter heute als morgen hinterfragen.

Das Ende der Massenuniversität, die mit tausenden von Lehrkräften an hunderten Hochschulen in den Grundlagenfächern alle mehr oder weniger dasselbe unterrichten, wird durch die Corona-Politik erwirkt. Überleben werden die, die spezielle und flexible Lehrangebote anbieten.

Autor: Denise Bremer

Photo by Markus Winkler on Unsplash

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/bildung/article211886035/Digitales-Studium-Corona-erwirkt-das-Ende-der-Massenuniversitaet.html

Weiterbildung zur Systemischen Sozialtherapeutin (m/w/d)

Unsere Weiterbildung zur Systemischen Sozialtherapeutin (m/w/d) ist für das Jahr 2020 ausgebucht. Der nächste Durchlauf startet im Mai 2021. Im Zuge der Corona-Krise hat sich einiges verändert. Der theoretische Teil der Weiterbildung findet nun online statt. Hier können sich die Inhalte bequem, von überall und zu jeder Zeit angeeignet werden. Der Selbsterfahrungsteil findet im direkten, persönlichen Austausch statt. Gerade für praktische Module, wie Genogrammarbeit, Systembrett oder Reflecting Team ist die eigene Präsenz unabdingbar. Besonders diese Kombination aus E-Learnining und praktischen Selbsterfahrungsmodulen macht die Weiterbildung so wirksam und wertvoll.

Ziele:

Die Weiterbildung qualifiziert zum professionellen und eigenverantwortlichen Arbeiten als Sozialtherapeut/Soziotherapeut im pädagogisch-therapeutischen Kontext und ist geprägt durch eine ganzheitliche und systemisch orientierte Sichtweise. Die Weiterbildung kombiniert Theorie und Praxis, lehrt handlungsorientiert, ganzheitlich und nachhaltig. Sie trägt zur Professionalisierung der Angebote im Gesundheits- und Sozialwesen bei. Bei einer entsprechenden Vorbildung, befähigt die Weiterbildung dazu Ambulante Soziotherapie nach §37a SGB V anzubieten und mit den Krankenkassen abzurechnen. Dies kann im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder in einer Institution geschehen.

Für wen ist die Weiterbildung geeignet?

  • Fachkräfte der Kinder & Jugendhilfe
  • Fachkräfte Gesundheitswesen
  • Fachkräfte Psychiatrien
  • Fachkräfte Sozialwesen
  • Fachkräfte Suchthilfe

Abschluss:

  • BSG-Abschluss-Zertifikat
  • Die Weiterbildung entspricht den Richtlinien des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS). Sind alle Nachweise und Grundvoraussetzungen zur Anerkennung des Zertifikates des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS) erbracht (hierzu gehört auch die Mitgliedschaft in der DFS), kann das Zertifikat zum/r “Sozialtherapeut/in DFS” beantragt werden.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Abschluss auch für die Krankenkassenleistung der Soziotherapie nach §37a SGB V anerkannt.
  • Anerkennung als Fachkraft für die soziale Betreuung nach Anlage 1 WTG DVO – zu § 1 Abs. 2 WTG-DVO durch den Kreis Recklinghausen.

Klingt interessant?
Für mehr Inforamtionen melden Sie sich direkten und unverbindlich bei unserer Weiterbildungsleiterin Alina Stollmeier: 02361 /3885943 oder per Mail an .

Alternativ können Sie Ihre Fragen auch direkt über unser Kontaktformular stellen:

Soziotherapie – Hilfe für Menschen mit psychischen Erkrankungen!

Die letzten Wochen sind gerade für Menschen mit psychischen Erkrankungen eine enorme Herausforderung!

Die Kontaktmöglichkeiten zu Selbsthilfegruppen, soziale Kontakte und regelmäßige Termine außerhalb der eigene Wohnung waren von jetzt auf gleich ausgefallen. Darüber hinaus wurden stationäre Aufenthalte verkürzt oder waren nicht ausführbar. Dies führte zu einer massiven Belastung im Alltagserleben. Da gerade zum aktuellen Zeitpunkt viele Patient geringfügig versorgt sind, möchten wir nochmal darauf aufmerksam machen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen durch die Soziotherapie gemäß §37a SGBV Unterstützung bekommen können.

Soziotherapie ist eine ambulante Krankenkassenleistung die von folgenden Ärzten verordnet werden darf:

• Hausärzte (Indikationsstellung 5 Einheiten- über das Verordnungsformular Nr. 28)

• Fachärzte für Psychiatrie, Fachärzte für Neurologie, Fachärzte der Nervenheilkunde, Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten (über die Verordnungsformulare Nr. 26 und Nr. 27)

• Institutsambulanzen (über die Verordnungsformulare Nr. 26 und Nr.27)

• Kliniken (Entlassmanagement, nur 7 Tage gültig, über die Entlassmanagement Verordnungsformulare Nr. 26 und Nr. 27)

Voraussetzung für die Verordnung von Soziotherapie ist eine psychische Erkrankung
(ICD F20.0- F20.6; F21; F22; F24; F25; F31.5; F32.3; F33.3) Defizite in folgenden Bereichen sollten vorliegen, wobei eine Fähigkeitsstörung ausreichend für die Verordnung der Soziotherapie ist:

• Einschränkungen in Antrieb, Ausdauer, Belastbarkeit. Einschränkungen im planerischen Denken, Strukturieren, Handeln und/ oder im Realitätsbezug

• Einschränkungen in der Kontakt- und Kritikfähigkeit. Konfliktlösungsfähigkeiten fehlen oder sind eingeschränkt

• Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration und Merkfähigkeit sowie Störungen der Lernleistungen und des problemlösenden Denken

• Mangelnde Compliance im Sinne eines krankheitsbedingt unzureichenden Zugangs zur eigenen Krankheitssymptomatik und zum Erkennen von Konfliktsituationen und Krisen

Für alle weiteren psychischen Erkrankungen (F00- F99) muss eine der folgenden Einschränkungen vorliegen, um Soziotherapie zu verordnen:

• Stark eingeschränkte Fähigkeit zur Planung, Strukturierung und Umsetzung von Alltagsaufgaben

• Einschränkung in der Wegefähigkeit (z.B. durch Ängste)

• Einschränkungen in der selbstständigen Inanspruchnahme ärztlich oder therapeutische verordneter Maßnahmen

• Es liegt eine relevante Co- Morbidität vor (psychiatrische oder somatisch Erkrankung)

Bitte nutzen Sie für Patientenanfragen und weitere Rückfragen rund um die Verordnung der Soziotherapie folgende Emailadresse:
oder melden Sie sich telefonisch unter der Nummer 0176/ 350 170 23 (Frau Bielstein)

Hausärzte dürfen auch ohne Genehmigung eine Verordnung bei Überweisung zur Indikationsstellung für Soziotherapie ausstellen!

Erfolgreich durch die Krise: Das können Bildungsträger tun!

Wie halten Bildungseinrichtungen während der Kontaktbeschränkungen und teilweisen Lockerungen den Geschäftsbetrieb aufrecht? Im Interview nit dem geva-institut erzählen wir, wir wir die Krise erleben und warum wir glauben, daraus gestärkt hervorgehen zu können. Das Geheimnis? Eine Kombination mehrerer Faktoren. Aus welchen Zutaten unser Krisenmanagement besteht, lesen Sie hier:

https://www.geva-institut.de/blog/blog-zur-beruflichen-orientierung/615-erfolgreich-durch-die-krise-das-koennen-bildungstraeger-tun

Ambulanz für Männer soll Vergewaltigungen verhindern

Rund drei Prozent der Frauen in Deutschland wurden in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt. Weitere 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt.

(Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-gewalt-gegen-frauen-100.html)

Aus diesem Grund möchte ich noch einmal auf die Ambulanz für Männer in Hannover aufmerksam machen. Auch Thomas Weishaupt, Coach im BSG und vom Verein der Weisser Ring zeigte sich von dem neuen Pro­jekt überzeugt. Alles was helfen könne, Straftaten und damit einhergehendes Leid von Opfern von Straftaten zu vermeiden, sei Opferschutz im besten Sinne des Wortes, sagte er.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/74238/Ambulanz-fuer-Maenner-soll-Vergewaltigungen-verhindern

Familiencoaching – Für klein und groß!

Oft hören wir von unseren Kundinnen und Kunden, dass einige Angbote, die sich zunächst als sehr nützlich angehört haben, in der Praxis häufig so nicht umgesetzt werden konnten. Gerade, wenn es sich um Angebote für Familien oder Alleinerziehende handelt, erscheint die Umsetzung oft doch sehr schwierig. Ein Angebot, bei welchem eine Alleinerziehende Mutter über mehrere Stunden in der Woche weit fahren muss und weg von zuhause ist, stellt sie vor zusätzliche Herausforderung, was wiederum Stress verursacht.

Wie sichere ich die Kinderbetreuung?

Was ist, wenn mein Kind krank ist?

Aus gesundheitlichen Gründen fällt es mir schwer, so oft und so lange weg von zuhause zu sein“.

Aus diesen Gründen haben wir das Familiencoaching ins Leben gerufen. Unser Coachingangebot richtet sich an Familien und Alleinerziehende mit psychosozialen Einschränkungen. Dabei arbeiten wir nicht nur mit einer Person, sondern holen – wenn gewünscht – die ganze Familie mit ins Boot. Außerdem haben unsere Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, das Coaching bei uns im Standort zu machen, oder den Coach bei sich zuhause zu begrüßen!

Wie auf dem Foto erkennbar, können die Kinder zu Terminen in unseren Einrichtungen auch gerne mitgenommen werden. Für Spaß und kleine Snacks ist auch gesorgt. Selbstverständlich steht für das leibliche Wohl der „Großen“ auch stets Kaffee und Tee zur Verfügung.

Wenn Sie interessiert sind an unserem Familiencoaching oder zunächst mehr Informationen zu diesem oder anderen Coachingformen benötigen, melden Sie sich gerne bei uns!


02361/ 3885943

Revolution im Sozial- und Gesundheitswesen

Die erste Jahreshälfte 2020 zeigt, wie anfällig das Modell der „Präsenzzeit“ für Dozenten, Trainer und Referenten sein kann. Eine Onlinepräsenz wird auch in diesem Bereich immer überlebenswichtiger.

Auch in Onlinekursen können Lerninhalte didaktisch begleitet werden z.B. über Lehrvideos und durch die Erstellung von Aufgaben, Übungen und Tests, bei denen die Teilnehmer sich interaktiv im Lernprozess einbringen können.

Für viele Dozenten und Trainer ist das Naheliegendste, einfach ihre Kursinhalte in Webinaren abzuhalten. In vielen Gesprächen mit Dozenten in den letzten Wochen zeigte sich mir aber, dass dies für die Teilnehmer schon nach einer Stunde sehr anstrengend werden kann.

Ein angelegter Kurs bietet den Vorteil, dass der Teilnehmer sich den „Konsum“ frei nach seinem Belieben einteilen kann und somit Schritt für Schritt – in seinem Tempo – lernen kann. Ein weiterer Vorteil von Onlinekursen ist die orts- und zeitunabhängige Bearbeitung für die Teilnehmer. So können Sie mit Ihren Onlinekursen z.B. Personen von München bis Berlin erreichen, welche sich den Lerninhalt ganz entspannt nach der Arbeit, am Wochenende oder auch als Schulung innerhalb der Arbeit ansehen können.

E-Learning ist gerade in der momentanen Zeit in aller Munde. Aber was ist das eigentlich?

E-Learning steht für „Electronic Learning“ und bedeutet elektronisches, selbstbestimmtes Lernen. Darunter fallen alle digitalen Medien, die zur Lehre verwendet werden. In den nächsten Jahren werden Onlinelösungen zumindest eine Ergänzung zu regulären Weiterbildungen sein, wenn sie diese nicht sogar völlig ersetzen. Dabei lösen die Onlinekurse auch logistische Probleme. Es muss nicht mehr nach Raumkapazitäten geschaut werden oder nach Zeitkapazitäten des Dozenten und der Teilnehmer.

Jeder kann in seinem Lerntempo lernen und nach Bedarf die Lerninhalte wiederholen. Durch unterschiedliche Möglichkeiten, wie Videos, Podcast, Skripte, Präsentationen und Lernspiele, werden zudem verschiedene Lerntypen angesprochen.

Möchten Sie Ihren Kurs auch gerne digitalisieren? Wissen aber nicht wie? Möchten Sie auch, dass Ihre Kurse deutschlandweit genutzt werden können und ohne lange Fahrwege oder straffe Zeitplanungen buchbar sind? Dann unterstützen wir Sie gerne!

Von der Aufnahme, bis hin zum Vertrieb helfen wir Ihnen, Ihre Kurse einem breiten Fachpublikum zur Verfügung zu stellen.

Schauen Sie sich gerne unser Video an und nehmen Sie im Anschluss gerne unverbindlich Kontakt zu uns auf:

02361 / 3885943

Sie performen, wir kümmern uns um den Rest

Auswirkungen der Corona-Krise in Kanada – Prof. Dr. Arlene Kent-Wilkinson im Interview

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf das kanadische Gesundheitssystem und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger?

Wie funktioniert das kanadische Gesundheitssystem, im Vergeich zu unserem Deutschen Gesundheitssystem?

Welchen Effekt hat die Krise explizit auf Menschen mit psychischen Belastungen?

Und vor allem – wie schätzt Prof. Dr. Kent-Wilkinson den weiteren Verlauf der Pandemie ein?

Ein sehr spannendes Interview auf hohem fachlichen Niveau!

Am Montag, den 11.05.20 wird es veröffentlicht!

Berufliche Neuorientierung – Ausweg aus der Krise

Was die aktuelle Krise auf jeden Fall mit sich bringt, ist, dass die Menschen gezwungen werden auf die STOP-Taste zu drücken. Zeit, in der wir alle bewusster und achtsamer in uns hineinhorchen können. Eine Zeit, in der auch viele Menschen ihren bisherigen Weg kritisch durchleuten. Ist der Job, in dem ich die letzten Jahre gearbeitet habe, das richtige für mich? Bietet die aktuelle Krise vielleicht auch eine Chance für Neuorientierung?

Falls Sie auf der Suche sind nach neuen Möglichkeiten und Wachstum, möchten wir Ihnen gerne einen kleinen Einblick in unsere Weiterbildung „Sytemische/r SozialtherapeutIn DFS“ ermöglichen, welche nun auch online stattfinden kann.

Im Folgenden lesen Sie ein Interview mit Ralf Enchelmaier, einem unserer Dozenten in der Weiterbildung.

„Qualifikation schützt vor Burnout und dem Helfersyndrom“



Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem wird gewahrt

BSG – Dozent Ralf Enchelmaier ist in der Weiterbildung „systemischer Sozialtherapeut DFS“ leitend in den inkludierten Modulen „systemische Grundhaltung“, „Einführung in die Systemtheorie“, „Bindungstheorien und Beziehungsverhalten“ sowie „systemischen Fragetechniken“ tätig.

Absolventen der Weiterbildung sind gefragte Fachkräfte, die, laut Herr Enchelmaier, durch ihre Zusatzqualifikation in vielen begleitenden, pädagogischen und sozialtherapeutischen Feldern, wie gesetzlicher Betreuung, Schulbegleitung, in der Behindertenhilfe oder im psychosozialen Bereich und der Familienhilfe honoriert werden. Zudem eröffnet es neue Berufsfelder und einen besseren Umgang in der Arbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen.

In der Weiterbildung erlangen die Teilnehmer eine Vielzahl an Methodenkompetenzen, die sie im beruflichen Alltag anwenden können. Ralf Enchelmaier kommt selbst aus der Praxis, er hat eine Grundausbildung als Philosoph und Soziologe M.A., zudem hat er mehrjährige Erfahrung im Bereich der Psychiatrienachsorge. Heute arbeitet er als selbstständiger systemischer Coach, Supervisior und als Dozent in der Erwachsenenbildung.

In seinen beruflich vielfältigen Erfahrungen wendete er Methoden und Haltungen aus seiner eigenen systemischen Familien- und Sozialtherapeuten Weiterbildung an. Nun vermittelt er diese beim Bildungsinstituts für Soziales- und Gesundheit als Dozent in der Weiterbildung zum systemischen Sozialtherapeuten DFS.

„Im Modul systemische Grundhaltung vermittle ich Werte, Haltungen und verschiedene Zugänge zur Sozialtherapie. Ich gehe auf die Wirksamkeit von Therapie und auf verschiedene Strömungen ein. Die Teilnehmer lernen Ihre eigene therapeutische Haltung kennen und zu hinterfragen“, so Enchelmaier.

Zudem gibt es einen Einblick in die Systemtheorie von Niklas Luhmann „sodass die TeilnehmerInnen ihr praktisches Arbeiten, theoretisch einbetten und die Theorie als ein grundlegendes Werkzeug in der Ausübung von Sozialtherapie begreifen“ können.

Im Modul Bindungstheorien und Beziehungsverhalten können die TeilnehmerInnen ihren eigenen Bindungstypen analysieren. „Im Zentrum steht die Bindungstheorie mit den Bindungstypen nach Karl Heinz Britsch“. Des Weiteren geht es um die Beziehungsdynamiken, die durch einen längeren Beratungs- und Begleitprozess entstehen.

In dem Modul „systemische Fragetechniken“ erlernen Sie, wie Sie die systemischen Theorien in der Praxis anwenden können. Sie werden in diesem Modul angeleitet, die systemischen Fragetechniken praktisch im Beratungsprozess anzuwenden.

Ralf Enchelmaier setzt die systemischen Methoden und Haltung natürlich auch selbst im Alltag um.

„Bei meiner langjährigen Arbeit in einer psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle eines Gesundheitsamtes, bediente ich mich oft der systemischen Fragen, um Klienten in ihrer chronifizierten Haltung zu verstören und etwas Bewegung in ihre Selbst- und Weltsicht zu bringen“.

Der Praxistransfer ist uns beim Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit sehr wichtig. Alle Dozenten sind praktisch tätig. Dadurch können spannende Falldiskussionen entstehen und die neuen Erkenntnisse der Module gut in die Praxis übertragen werden.

Auf die Frage, wie wichtig die Qualifikation im beruflichen Alltag für die Teilnehmer sein wird, antwortet Enchelmaier: „Die Kenntnis von systemtheoretischen Grundlagen erachte ich als ausgesprochen wichtig und dies durchzieht die ganze Arbeit mit Menschen… Die Qualifikation schütz auch besonders die Fachkräfte vor Burnout und dem Helfersyndrom, da die Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem besser gewahrt werden kann“.

Der Abschluss und die Anerkennung des Sozialtherapeuten beim deutschen Dachverband für Sozialtherapie, eröffnet Ihnen neue Berufsfelder, vermittelt Ihnen neue Methoden und Haltungen und stärkt ihren Umgang in der Arbeit mit Menschen.

Möchten Sie Ihren Blickwinkel systemtherapeutisch erweitern?

Möchten Sie neue systemische Methoden für die Zusammenarbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen erlangen?

Dann melden Sie sich doch gerne für mehr Informationen bei:

Alina Stollmeier
Leitung Weiterbildung

Tel: 02361/3885943

Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther im Interview

„Ich möchte doch, aber..“. Wieso stehen sich so viele Menschen selbst im Weg und schaffen es nicht, die Komfortzone zu verlassen? Warum wird lernen häufig mit dem Ziel verbunden, es schnell hinter sich zu bringen? Anstatt mit Begeisterung und Freude zu lernen. Stellt die Digitalisierung der verschiedenen Weiterbildungsangebote heutezutage eine Chance dar, oder eine Überforderung durch zu viele Möglichkeiten? Ein sehr spannendes und berührendes Gespräch mit Gerald Hüther!

Hier geht es zum Video:

Endlich wieder durchschlafen…

Ein Beitrag von Mathias Schiemann (Regionalleiter Ruhr Ost)

Unter Schlafhygiene versteht man die Gewohnheiten und Umstände, die einen gesunden Schlaf fördern. Vielleicht haben Sie diesen Begriff schon in verschiedenen Illustrierten gelesen und den einen oder anderen Tipp erfolglos ausprobiert.

Tatsächlich darf man sich von den einzelnen Tipps alleine genommen keine Wunder erwarten. Die Einhaltung einzelner Regeln oder die Kombination einzelner Regeln verhilft den meisten Menschen aber zu einem besseren und erholsameren Schlaf.

Man muss allerdings überlegen, was einem helfen könnte, muss ausprobieren und darf nicht so schnell aufgeben.

Zur Überprüfung, ob die selbst angewendeten Regeln auf den eigenen Schlaf einen Einfluss haben, ist es hilfreich oder notwendig, diese Regeln mindestens einen Monat lang konsequent einzuhalten und die Auswirkung möglichst in einem Schlaftagebuch zu notieren (Beispiele für ein Tagebuch senden wir Ihnen gerne zu).

Widmen Sie aber nur gelegentlich auftretenden Schlafstörungen nicht zu viel Aufmerksamkeit, sonst geht die unbefangene Einstellung zum Schlaf verloren. Meistens kennen Sie die Ursachen auch schon. Geben Sie sich dem Schlaf passiv hin und versuchen Sie nicht „mit Gewalt“ einzuschlafen.

Einige Regeln zur Schlafhygiene:

  1. Ein bequemes, Ihrem Alter und Ihrem Gewicht angepasstes Bett.

Ein dunkler oder mindestens abgedunkelter und ruhiger Raum sind sehr wichtige Voraussetzungen. Ein kühles gut gelüftetes Zimmer ist sicherlich hilfreich. Aber ein zu kaltes Zimmer, durch eine abgestellte Heizung und auch im Winter immer offenem Fenster, ist weder dem Schlaf förderlich noch gesund.

Je nach Bettdecke und Schlafbekleidung (Beides sollte leicht und nicht einengend sein) sowie dem persönlichen Empfinden, sind 16 – 18 Grad Celsius zu empfehlen.

Die Matratze sollte nicht zu weich sein. Getrennte Bettdecken und Matratzen sind für Paare manchmal besser. Die Bettwäsche sollte angenehm für sie sein.

Ihr Schlafzimmer muss für Sie ein angenehmer Raum sein, in den Sie gerne gehen, in dem Sie sich entspannen können. Deshalb verbannen Sie berufliche Unterlagen, spannende und aufregende Lektüre sowie Speisen aus Ihrem Schlafzimmer.

2. Halten Sie jeden Tag (auch an den Wochenenden und im Urlaub) einen gleichen Rhythmus ohne große Abweichungen ein.

Schichtarbeiter, die das nicht einhalten können, haben häufig aus diesem Grund Schlafprobleme. Die regelmäßige Aufstehzeit ist dabei von besonderer Bedeutung. Gehen Sie aber grundsätzlich erst schlafen, wenn Sie sich auch müde fühlen.

3. Regelmäßig ausgeübter Sport, regelmäßige körperliche Bewegung fördern den Schlaf.

Ein Mangel an körperlicher Bewegung insgesamt, möglichst an der frischen Luft und zu geringe körperliche Auslastung, können (gerade auch bei älteren Menschen) zu Schlafstörungen führen.

Körperliche Überanstrengungen in nicht ausreichenden zeitlichen Abstand zur Schlafenszeit stören den Schlaf hingegen. Bedenken Sie, dass starke körperliche Anstrengungen, ähnlich wie Kaffee und Nikotin, unser sogenanntes „Sympathisches Nervensystem“ anregen. Es braucht mehrere Stunden, bis dieser negative Einfluss wieder abflaut.

4. Trinken Sie etwa 4 Stunden vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr.

Oft hilft Alkohol zwar zum leichteren Einschlafen, er beeinträchtigt aber immer die Schlafqualität und führt vor allen Dingen in der zweiten Nachthälfte zu Durchschlaf-problemen. Auch schon bei geringen Mengen.

Trinken Sie, je nach persönlicher Empfindlichkeit 4 – 8 Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr. Hilfreich sind eine Tasse warme Milch oder Tee mit Honig. Der Magen sollte leicht gefüllt sein.

Denken Sie auch daran, dass schwarzer Kaffee, viele Teesorten (z.B. schwarzer und grüner), und Cola ebenfalls Koffein enthalten.

In der „Schlaf-Test-Phase“ sollten Sie nach Möglichkeit keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen und danach wesentlich eingeschränkt. Koffeinhaltige Medikamente sollten, in Abstimmung mit Ihrem Arzt, ebenfalls 3 – 4 Stunden vor der Schlafenszeit nicht mehr eingenommen werden.

5. Nikotin ist ein Anregungsmittel, welches das Einschlafen stört.

Nikotin ist ein Anregungsmittel, welches das Einschlafen stört und aufgrund von eintretenden Entzugserscheinungen den Schlaf unterbrechen kann. Tabak und einige Medikamente enthalten erhebliche Mengen an Nikotin. Raucher, die ihre Gewohnheiten aufgeben, schlafen besser ein und wachen nachts seltener auf, sobald die Entzugserscheinungen überwunden sind.

6. Mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie keine größeren Mengen und schweres Essen zu sich nehmen. Vor dem Zubettgehen können kleine leichte Snacks jedoch hilfreich sein. Milchprodukte enthalten z. B. die schlaffördernde Substanz Tryptophan und eignen sich deshalb als kleine Nachtmahlzeit.

7. Zwischen Ihrem Alltag und dem Zubettgehen sollten Sie eine „Pufferzone“ einrichten. Anstrengende Gespräche, Problemlösungen suchen, die Planung des nächsten Tages sollten vorher abgeschlossen sein.

Mindestens eine Stunde, besser zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie auf Freizeit umschalten, nur angenehme Gespräche führen und leichte Lektüre lesen. Oft ist sehr hilfreich, nicht lösbare Probleme und Planungen für den nächsten Tag aufzuschreiben. Sie brauchen dann keine Sorge zu haben, etwas zu vergessen.

Karten oder einzelne Blätter für jedes Problem haben sich dabei bewährt. Sie können dann leicht Ergänzungen anbringen. Oft fallen Ihnen dabei schon mögliche Lösungen ein, die Sie dann schon einmal schriftlich festhalten können.

Für ganz harte Fälle haben sich auch Zettel und Bleistift am Bett bewährt. Schnell ein Gedanke als Stichwort (mehr aber nicht!) festgehalten und schon ist der „Kopf wieder frei“ für den Schlaf.

8. Gewöhnen Sie sich ein regelmäßiges „Zu Bett geh Ritual“ an, eine Abfolge stets in der gleichen Reihenfolge durchgeführter Handlungen (z.B. Kontrolle, ob alle Fenster und Türen verschlossen sind, die Heizung reguliert ist, alle Haushaltsgeräte abgeschaltet sind, das Licht in allen Räumen aus ist, Schlafzimmer lüften, fertigmachen zum Schlafengehen).

Heitere und freundliche Bettlektüre fördert das Einschlafen. Ein warmes Bad mit Melissen-, Baldrian-, Hopfen- oder Lavendelzusätzen beruhigt. Probleme gehören nicht ins Bett, sondern sollten am Tage bewusst angegangen werden.

Dies kann helfen, den Körper bereits im Vorfeld auf die Schlafenszeit einzustimmen. Dieses Ritual sollte aber möglichst 30 Minuten nicht überschreiten.

09. Stehen Sie auf, wenn Sie nicht einschlafen können bzw. länger als 30 Minuten wach liegen, lesen Sie eine leichte, angenehme Literatur, schreiben Sie einem lieben Menschen, hören Sie ruhige Musik.

Setzten Sie sich dann aber keinem hellen Licht aus.

Helles Licht wirkt als „Wachmacher“ und verstellt evtl. Ihre innere Uhr. Trinken Sie keinen Alkohol, keinen Kaffee, essen Sie nur bei starkem Hunger einen Keks oder Joghurt, rauchen Sie nicht, nehmen Sie nur in absoluten Ausnahmefällen und einmalig ein leichtes Einschlafmittel.

Wenn Sie nachts aufwachen und z.B. regelmäßig essen, führt das nach kurzer Zeit dazu, dass Ihr Körper von selbst wach wird und von Ihnen „gefüttert“ werden will.

10. Schauen Sie nachts nicht auf die Uhr. Sie werden gedanklich und körperlich direkt reagieren. Sie werden angespannt und erregt sein, wenn Sie wieder einmal „feststellen“, dass Ihnen nur so wenig Zeit bis zum Aufstehen bleibt. Es wird Ihnen den letzten Rest an Unbefangenheit gegenüber dem Schlaf rauben.

11. Vermeiden Sie den Schlaf am Tage. Wenn Sie die Müdigkeit tagsüber nicht kontrollieren können, stellen Sie sicher, dass es bei einem Nickerchen von max. 30 besser 20 Minuten oder weniger bleibt und möglichst nicht nach 16.00 Uhr.

12. Schränken Sie bei generellen Schlafstörungen Ihre Bettliegezeit auf die Anzahl Stunden ein, die Sie im Mittel pro Nacht in der letzten zurückliegenden Woche geschlafen haben. Zu lange Bettliegezeiten können zu weiter anhaltenden Schlafstörungen beitragen. Als Richtmaß gilt für die meisten Menschen mit Schlafstörungen 7 Stunden in der Lernphase im Bett zu verbringen, aber keinesfalls mehr als 8 Stunden.

13. Nach dem Aufstehen sollten Sie sich nach Möglichkeit etwa eine halbe Stunde lang dem Tageslicht aussetzen. Selbst an einem grauen, bedeckten Tag hilft das, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Ein helles, freundliches Badezimmer wird Ihnen am Morgen zusätzlich helfen. Wer an einer sogenannten Winterdepression leidet, dem sei eine tägliche „Lichtdusche“ empfohlen. Schlafstörungen, Müdigkeit und saisonale Depressionen sollen gemindert werden. Täglich etwa eine Stunde vor einer 7.000 Lux starken, oder eine halbe Stunde vor einer 10.000 Lux starken Lichtquelle sollen ausreichen. Sie können dabei auch lesen, essen, bügeln etc.

Stress und Existenzsorgen sind in der heutigen Zeit sicher ein sehr großes Problem. Bedenken Sie, dass diese Probleme noch viel größer werden, wenn Sie keinen erholsamen Schlaf haben. Entspannungsübungen jedweder Art können helfen. Ein bewusster Umgang mit den Problemen, der feste Wille zur Problemlösung, Gespräche mit guten Freunden, zu denen ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht, können dazu beitragen Schlafprobleme zu mildern.

Viele dieser Regeln bedeuten vielleicht, dass Sie auf die eine oder andere liebgewonnene Gewohnheit verzichten müssen, deshalb sollten Sie sich auch etwas gönnen. Es sind oft auch nicht unbedingt alle Regeln in ihrer Gesamtheit notwendig. Bedenken Sie immer, dass alles im Leben ausgewogen sein sollte. Ein aktiv gestalteter Tag, mit Arbeit und Vergnügen, kann zu einem erholsamen Schlaf beitragen und umgekehrt auch.

Wichtig: Falls Sie trotz dieser vielen Tipps über einen längeren Zeitraum nicht oder schlecht schlafen sollten, suchen Sie einen Schlafmediziner auf. Die Ursachen können, wie vielleicht deutlich geworden ist, sehr vielfältig sein. Nehmen Sie auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum Schlaftabletten ein. Bei einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit/Tagesschläfrigkeit sollten Sie auch einmal überprüfen lassen, ob Sie an einem Schlafapnoe-Syndrom leiden. 

Diese Informationen wurden aufgrund von vielen persönlichen Erfahrungen, Berichten von Betroffenen und Mitarbeit in Arbeitskreisen zusammengetragen. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und jede Haftung ist ausgeschlossen.

Quelle: https://www.schlafapnoe-solingen.de/medizinische-infos/schlafhygiene-regeln-zur-foerderung-eines-gesunden-schlafs/

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Gut? Schlecht? Wer weiß das schon…

Ein Beitrag von Renate Gaun (Leitung Marketing und PR)

In den letzten Wochen wird man von schlechten Nachrichten nur so überrollt. Diese kleine Geschichte soll einfach mal zum Nachdenken anregen. Was Sie damit machen, ist ganz Ihnen überlassen…

Ein Mann hatte einen Sohn und ein Pferd auf einer Weide. Es war das schönste Pferd in der ganzen Gegend und alle Leute lobten den Mann und seinen Sohn für ihr tolles Pferd. Ständig merkten Sie an, wie viel Glück der alte Mann doch hatte. Doch der Mann war klug und weise. Stets war seine Antwort: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Eines Tages geschah ein Unheil. Das Pferd büchste aus und war nicht mehr gesehen. Alle Leute sprachen zu dem Mann: „Oh du armer Mann, du hattest das schönste Pferd und nun ist es weg. Wie groß ist der Verlust!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

So zog der Sohn aus, um nach dem Pferd Ausschau zu halten. Nach langer Suche fand er es endlich in einer großen Gruppe von edlen Wildpferden. Als er sein Pferd einfing, folgten alle Wildpferde bis nach Hause. Von da an hatten der Mann und sein Sohn viele teure und edle Wildpferde. Alle Menschen aus der Umgebung kamen und sprachen voller Bewunderung: „Oh du glücklicher Mann. Nun hast du einen Stall voll von edlen und teuren Pferden. Wieviel Glück du doch hast!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Als der Sohn des Mannes eines Tages eines der Wildpferde einritt, stürzte er und brach sich ein Bein. Als die Menschen aus der Umgebung kamen, um ihn zu besuchen, sprachen sie: „Oh du armer Mann, dein Sohn ist so schwer gestürzt, was für ein großes Pech ihr habt!“ Doch der Mann, weise und klug sprach: „ob gut oder schlecht, wer weiß das schon.“

Einige Tage später brach ein Krieg aus und es kam die Nachricht der Regierung, dass alle jungen Männer aus der Umgebung in den Krieg ziehen müssen. Alle… außer der „arme“ Sohn der sich das Bein gebrochen hatte…..

und so ging die Geschichte weiter.

Dinge in unserem Leben, die schlecht aussehen, können gut sein und umgekehrt. Wir werden es erst am Schluss herausfinden..

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Bewegungsmangel?

Ein Beitrag von Mirco Saul (Teamassistenz)
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Ein Spaziergang oder eine Runde Joggen an der frischen Luft sind generell gut für uns – doch gerade in Zeiten von Corona sollten wir uns nochmal vor Augen führen, wie gut uns Bewegung an der frischen Luft tun kann. Durch den Sport wird der Körper widerstandsfähiger und wir bleiben in Bewegung. Nicht nur, dass wir etwas für unsere Beweglichkeit und unsere Muskeln tun ist von großem Vorteil, sondern dass wir auch unsere Lunge durch die Aktionen an der frischen Luft stärken. Außerdem ist der Sport draußen ein gutes Mittel dem Lagerkoller vorzubeugen, der einen in der jetzigen Zeit des Kontaktverbots schnell einholen kann. Darüber hinaus kann man noch ordentlich Vitamin D durch die Sonnenstrahlen tanken, die uns zurzeit erfreuen. Denn Vitamin D trägt neben der richtigen Ernährung ebenfalls zu einem starken Immunsystem bei.

Sollte man nicht vor die Tür gehen wollen, kann man natürlich auch zuhause in Bewegung bleiben. Hier sollte allerdings auch darauf geachtet werden mehrmals täglich zu lüften, um sich selbst mit frischer Luft zu versorgen.

Ideen für den Sport draußen (alleine):

  • Spazieren gehen
  • Joggen
  • Walken
  • Fahrrad fahren

Ideen für den Sport zuhause:

  • Yoga
  • Workouts ohne Equipment

    Sollten Sie Unterstützung dabei benötigen oder Input brauchen: Frau Gaun bietet in regelmäßigen Abständen Live-Workouts (online) an. Was Sie dafür benötigen? Einen Internetfähigen Laptop / Handy. Ansonten Durchhaltevermögen. Wer dabei sein möchte, darf sich gerne per Mail bei Frau Gaun melden. Sie erklärt Ihnen dann das weitere Vorgehen.

    Kontakt: .

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Immunsystem stärken!

Ein Beitrag von Mirco Saul (Teamassistenz)
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Gerade in der jetzigen Situation ist es besonders wichtig, dass man ein starkes Immunsystem hat, um es dem Virus besonders schwer zu machen. Wichtig für das Immunsystem sind die Vitamine A, Vitamin B1, B6 und B12, Vitamin C, Vitamin D und E, Folsäure und Niacin sowie die Mineralstoffe Zink, Selen, Eisen und Kupfer. Um sich ausreichend mit diesen wichtigen Mikronährstoffen zu versorgen, eignen sich besonders diese Nahrungsmittel: Hülsenfrüchte, wie Linsen und Bohnen, Brokkoli, dunkle Beeren, Knoblauch, Nüsse, rote Paprika und Zitrusfrüchte. Damit die Lungenfunktion verbessert und erhalten wird, helfen z.B. Ingwer und Zwiebeln mit ihren ätherischen Ölen.

Es empfiehlt sich also eine Ernährung die:

  • Vitamine: A, B6, B12, C, D, E
  • Spurenelemente: Zink, Eisen, Selen, Kupfer, Folsäure, Niacin
  • sekundäre Pflanzenstoffe

enthält.

Um ihr Immunsystem zu stärken, eigenen sich besonders gut:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Pilze
  • Nüsse
  • Knoblauch
  • Zitronen
  • Kräutertees

Vor allem gelbes, orangefarbenes, rotes und tiefgrünes Gemüse und Obst, die reich an Vitalstoffen und Beta-Carotin sind, stärken das Immunsystem. Dabei regen sie die Produktion der weißen Blutkörperchen in unserem Körper an und helfen so bei der Abwehr von Krankheitserregern.

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Tagesstruktur in Zeiten von Corona

Ein Beitrag von Alina Stollmeier (Leitung Fort- und Weiterbildung)
https://bildung-sg.de/profile/alina-stollmeier/

#stayhome das ist das Gebot der aktuellen Stunde.
Aber wie sieht das aus, wenn ich plötzlich 24/7 zu Hause bin?
Ein geregelter Tagesablauf ist eine wichtige Grundlage für die psychische Gesundheit.


Hier kommen 6 Tipps zum Aufbau einer Tagesstruktur in der Corona-Zeit:

Aus der mehrjährigen Berufserfahrung mit psychosozial beeinträchtigten Menschen ist uns eins sehr deutlich geworden: Ein geregelter Tagesablauf ist eine wichtige Grundlage für die psychische Gesundheit. Vielen fällt es momentan in der Corona-Krise schwer, eine Tagesstruktur aufrecht zu halten.

  •  Wie häufig saßen Sie schon diese Woche ungeduscht und nur mit ihrem Bademantel bekleidet vor Ihrem PC im Homeoffice?
  • Wie oft sind Sie vor Netflix und Co. versackt und haben dort den restlichen Tag verbracht?

Was könnten Sie also tun, um in der Krise für Ihre psychische Gesundheit zu sorgen?

Hier 6 Tipps für Ihre Tagesstruktur:

Tipp 1: Stehen Sie weiter zu Ihrer gewohnten Zeit auf. Stellen Sie sich einen Wecker und gehen Sie wie gewohnt duschen und machen Sie sich für die Arbeit fertig.

Tipp 2: Organisieren Sie Ihren Tagesablauf. Auch nach dem Homeoffice können Sie eine Struktur beibehalten. Suchen Sie sich für den restlichen Tag eine Aufgabe. Wann hatten Sie mal Zeit Ihre Papiere zu ordnen? Steuererklärung schon erledigt? Frühjahrsputz? Kleiderschrank aussortiert? Gebügelt? Da gibt es einiges, was wir gerne vor uns herschieben. Jetzt haben Sie dafür Zeit, um dann geordnet und sortiert nach der Corona-Krise wieder voll durchzustarten.

Tipp 3: Soziale Distanz ist momentan die wichtigste Aufgabe jedes Einzelnen, aber gehen Sie trotzdem weiter raus! Wichtig ist natürlich alleine oder mit den Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Die Sonne und die frische Luft sind wichtige Elemente der Natur, die Balsam für unsere Seele sind. Gerade bei vielen Sorgen wirkt ein langer Spaziergang in der Natur wahre Wunder.

Tipp 4: Natürlich sind auch Pausen wichtig. Nachdem Sie Ihre Aufgaben von der TO-DO Liste erfüllt haben, ist es auch wichtig sich eine Pause zu gönnen. Für jeden sieht eine Pause anders aus. Schauen Sie was Ihnen gut tut. Für den einen sind es Fitnessübungen für den anderen eine Folge der Lieblingsserie.

Tipp 5: Auch in den kleinen Dingen des Lebens liegt viel Schönes. Was könnten Sie sich Gutes tun? Wofür bleibt sonst zu wenig Zeit? Wann haben Sie das letzte Mal ausgiebig und gesund gekocht? Die Sonnenstrahlen im Gesicht genossen? Die Natur betrachtet? Die Blumen, die alle im Frühling blühen und diesen momentan noch blaueren Himmel. Ist Ihnen schon aufgefallen wie ruhig es auf den Straßen geworden ist? Schreiben Sie sich jeden Abend drei Dinge auf, für die Sie am Tag dankbar waren. Sie werden merken, es gibt viele kleine Dinge im Leben, die zu unserer Zufriedenheit beitragen. Machen Sie sich diese bewusst!

Tipp 6: Es gibt unzählige digitale Möglichkeiten, um in Kontakt mit seinen geliebten Menschen zu bleiben. Auch das eingestaubte Telefon kann wieder aktiviert werden. Zudem können Sie auch die Zeit nutzen, um etwas Neues zu erlernen.

Sollten Sie Interesse an Themen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen haben, können Sie gerne bei den Weiterbildungsmöglichkeiten auf www.bildung-sg.de vorbei schauen. Auch hier wird es bald viele digitale Möglichkeiten geben, um bequem von zu Hause neues Wissen zu erlernen.
Mögliche Fragen zum Thema Corona können Sie gerne an folgende E-Mail Adresse senden: . Unsere Therapeuten und Coaches beantworten gerne ihre Fragen zum Thema physische und psychische Gesundheit in der Corona Zeit.

Bleiben Sie gesund und damit meine ich nicht nur Ihre körperliche Gesundheit. Achten Sie vor allem auch auf Ihre psychische Gesundheit in Zeiten der Corona-Krise.

Sozialarbeiterin/Soziotherapeutin

Alina Stollmeier

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