Verlustangst – die Angst vor dem Verlassenwerden fängt bei Ihnen selbst an.

Die Angst den Partner (an jemand anderen) zu verlieren. Wie kann ich die Verlustangst überwinden? Woher kommt Verlustangst und warum taucht diese phasenweise auf?

Meist nehmen wir die Verlustangst aus unserer Kindheit mit. Möglicherweisen haben sich die Eltern getrennt, jemand der Ihnen sehr nahe stand ist verstorben oder Sie wurden allein gelassen. Die Angst jemand anderen zu verlieren, beeinflusst jeder unserer Beziehungen. Es muss nicht zwingend ein traumatisches Erlebnis dahinterstehen, auch die Erziehung kann eine besondere Rolle dabei spielen, denn Verlustängste können von den Eltern projiziert werden. Dennoch sollte ein traumatisches Erlebnis nicht außer Acht gelassen werden. Ein Trauma kann aber auch durch Missverständnisse entstehen, gerade wenn man Situationen unterschiedlich wahrnimmt und seinen eigenen Schluss zieht. Vielleicht sind Sie hochsensibel, was dazu führen kann Situationen deutlich anders zu empfinden als ihr Umfeld. (Zum Thema Hochsensibilität haben wir einen gesonderten Blogartikel und ein spannendes Podcastinterview)

Ursachen für Verlustängste:

  • Depressionen
  • Betrug des Partners
  • Mangel an Geborgenheit im Kindesalter
  • Übermaß ängstliche Eltern
  • Geringes Selbstwertgefühlt

Wie äußert sich Verlustangst und woran können Sie diese erkennen?

  • Eifersucht
  • Übermäßiges Klammern
  • Emotionale Abhängigkeit
  • Geringer Selbstwert
  • Suche nach Bestätigung
  • Misstrauen und Kontrollzwang
  • Bindungsangst

Verlustängste zeigen uns, dass man sich von einer anderen Person abhängig macht, sich nach der Person richtet und sich von sich ein Stück löst. Eine Verlustangst führt zu einem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis, einer Überhäufung und Eifersucht.

Wie kann man Verlustängste bekämpfen?
  • Manchmal müssen es keine Ängste sein, die wir zu überwinden haben, sondern die Beziehung zu uns selbst. Was ist die Wahrheit über Sie selbst? Wer sind Sie und was ist Ihnen nicht genug? Sie lieben sich selbst nicht und projizieren dieses Bild mit auf Ihren Partner, da Sie sich nicht für liebenswert empfinden.
  • Lernen Sie Ihre Verlustangst zu überwinden und lösen Sie ihr Trauma

 

  • Durchbrechen Sie Gedankenmuster bewusst // Mentaltraining

In brenzlichen Situationen, in denen Sie merken, dass die Verlustangst an Ihnen nagt, beobachten Sie Ihre Gedanken und Gefühle und versuchen Sie sich die Panik in den Momenten zu nehmen. Entsprechen Ihre Gedanken der Wahrheit? Wird sich die Situation so abspielen, wie ihr Kopf Ihnen es versucht mitzuteilen und werden die Menschen, die Ihnen wichtig sind Sie genau auf diese Art und Weise behandeln, wie Sie sich es vorstellen? Fangen Sie an Ihre Gedanken zu steuern, alles fängt bei Ihnen an.

  • Kommen Sie in einen guten Kontakt mit Ihnen und stärken Sie sich mit Affirmationen

Was sind Ihre Glaubenssätze und was sagen Sie sich täglich? Verbringen Sie Zeit mit sich selbst, aktiv. Verbringen Sie gerade dann auch Zeit mit Ihnen selbst, wenn Ihr Partner auch mal Zeit hat, nicht wenn er gerade sowieso nichts zu tun hat. Fangen Sie an Ihren besten Freund zu sein. Wer sind sie wirklich? Was mögen Sie? Was ist Ihnen in einer Partnerschaft wichtig und wie wollen Sie sich selbst sehen? Wer wollen Sie sein?  Sie sind und haben den Schlüssel zu einem und zu ihrem eigenen erfüllten Leben. Fangen Sie an diesen für sich zu nutzen.

  • Zur Verletzlichkeit stehen

Es ist okay, wenn Sie verletzt sind und Ihnen etwas nicht gefällt. Stehen Sie zu Ihrer Verletzlichkeit, nehmen Sie diese wahr und schauen Sie in Ihr Inneres. Was löst die Verletzlichkeit genau in Ihnen aus? Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Gegenüber. Wichtig!: Keine Schuldzuweisung. Sprechen Sie aus Ihrer Perspektive und erklären Sie Ihre innere Gefühlswelt.

  • Geben Sie sich die Bestätigung, die Sie in anderen suchen.

Wir erwarten viel von anderen, Komplimente, Aufmerksamkeit und die Zuneigung. Aber geben Sie sich das alles doch mal selbst. Wann haben Sie sich selbst wissen lassen, dass Sie heute fantastisch aussehen, eine großartige Persönlichkeit haben und besondere Tätigkeiten Ihnen gut liegen? Wir sollten aufhören so viel zu erwarten und uns viel mehr damit beschäftigen es uns selbst zu geben.

 

–> Zu Beginn wird es Ihnen sicherlich nicht leicht fallen sich so viel Zuneigung zu schenken, Ihnen die Bedeutung zu geben, die Sie sonst Ihrem Partner oder Freunden geben, doch fangen Sie bei sich selbst an. Versuchen Sie daraus eine Routine zu machen und bauen Sie diese wenigen Sätze in ihren Tag mit ein. Sie werden schnell erkennen, dass aus kleinen Routinen schnell ein fester Glaubenssatz und zur Realität werden.

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