Therapie; Nutzen und wie diese Funktionieren

Jeder hat bestimmt schon mal in einer Serie gesehen, wie ein Therapeut oder Psychologe zwei oder drei Mal mit einem Patienten spricht und es diesem daraufhin wieder besser geht.

Viele sind der Überzeugung, Therapien seien dazu da, Probleme zu reparieren, sie ganz und gar wett zu machen und Sie uns vergessen zu lassen. Dies ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil; eine Therapie ist dazu da, vorhandene Probleme ausfindig zu machen, sie aufzugreifen und zu lernen, mit diesen zu leben und sich dieser Problematiken bewusst zu werden.

Nutzen einer Therapie

Wie eingangs bereits erwähnt funktionieren Therapien nicht wie Behandlungen einer physischen Verletzung. Die meisten Verletzungen des Körpers lassen sich in relativ kurzer Zeit behandeln und sind dann schnell wieder verheilt. Bei einer psychischen Erkrankung gestaltet sich der Heilprozess komplizierter. Ein Therapeut muss anfangs das Problem ausfindig machen und danach durch Gespräche ein Verständnis zu diesem Problem aufbauen. Die Symptome lassen sich durch Medikation oder andere Hilfsmittel verdrängen, allerdings kann der Grund für diese, die psychische Erkrankung nicht ausgemerzt werden. Projiziert man diesen Prozess auf eine körperliche Wunde, würde man die psychische „Heilung“ mit einer Wunde, welche nicht mehr Blutet, aber auch nicht verheilt vergleichen. Die Wunde bleibt zwar, doch Sie schadet dem Körper nicht weiter durch Blutverlust und die Schmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln vertreiben.

Bei psychischen Erkrankungen hilft oft nur nur, diese zu akzeptieren und zu lernen, wie es auch mit dieser Schwierigkeit weitergehen kann. Dabei helfen Therapeuten, indem sie ein größeres Verständnis für die Probleme und ihren Ursachen schaffen und gleichzeitig Symptome lindern.

Ebenfalls reduzieren Verständnis und Akzeptanz der psychischen Erkrankung, welche in einer Therapie vermittelt werden, das Risiko auf einen Rückfall bei beispielsweise Depressionen.

 

Der Begriff Therapie

Der Begriff „Therapie“ lässt sich aus dem Griechischen ableiten und bedeutet übersetzt so viel wie: „Jemanden auf den Weg der Heilung bringen“.

Im Wortlaut wird also bereits vermittelt, dass es sich bei einer Therapie um ein Verfahren handelt, welches ohne eigenes Zutun zur Heilung führt. Es impliziert bereits einen eigenen Anteil am Heilprozess. Ein Therapeut ist also auch kein seelischer Wunderheiler, der mit ein paar Worten in einer Handvoll Sitzungen den Knoten löst und alle Probleme wie weggeblasen sind, sondern ist vielmehr als ein Wegweiser zu verstehen.

Für diese Wegbereitende Tätigkeit sind bei psychischen Erkrankungen Therapeuten unerlässlich. Sie identifizieren ein Problem, lassen es uns bewusstwerden und lehren uns, damit umzugehen. Durch eine Therapie wird also der Patient auf den Weg gebracht, sich selber soweit zu „heilen“, dass er in der Lage ist, mit diesem Problem zu koexistieren und damit (relativ) normal weiter zu leben.

 

Aller Anfang ist schwer

Es kostet eine gehörige Menge Überwindung, sich einzugestehen, dass mit einem etwas nicht stimmt. Meist werden psychische Probleme unterdrückt oder kleingeredet und äußern sich irgendwann auch körperlich, durch etwa unerklärliche Bauchschmerzen oder Verspannungen. Doch um der Herkunft für diese Probleme auf den Grund zu gehen, benötigt man meist eine Person vom Fach. Hierbei sollte man nicht zögern einen Therapeuten anzusprechen und ihm die eigenen Gedanken zu offenbaren.

 

3 Goldene Tipps für Sie und Ihre Mitmenschen

Schrecken Sie nicht vor einer Therapie zurück. Sollte Sie wirklich unter einer psychischen Erkrankung leiden, ist der beste Weg zu mehr Normalität über eine therapeutische Behandlung!

Bei Schwierigkeiten, sich selber ein Problem einzugestehen, hilft es häufig auch, darüber mit Freunden zu sprechen und sich dieser Probleme klar zu werden.

Genau so hilft es Menschen aus ihrem Umfeld mit möglichen psychischen Erkrankungen manchmal diese vorsichtig darauf anzusprechen und eine Lösung per Therapie vorzuschlagen.

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