Wie das innere Kind unser Leben bestimmt

Es kommt Ihnen vielleicht bekannt vor: Sie sind auf der Suche nach Anerkennung, sind perfektionistisch und haben gerne Kontrolle über alle. Sie brauchen die Kontrolle, aus Angst verletzt zu werden. Sie fühlen sich hilflos, trotz des Dranges nach Veränderung. Aus dem nichts werden Sie wütend, verstummen oder fühlen sich nicht verstanden. Doch warum ist das so und woher kommt es?

Das Antwort auf Ihre Frage ist: das innere Kind.

Das innere Kind sind veraltete Verhaltensmuster aus unserer Kindheit. Sie äußern sich, selbst wenn Sie bereits im hohen Alter sind. Das innere Kind gibt keine Ruhe, solange man diesem nicht entgegenkommt und es in den Arm nimmt.

Ihr Leben ist das Produkt dessen, was Ihnen in Ihrer Kindheit widerfahren ist. Das innere Kind symbolisiert und bezeichnet die im Gehirn gespeicherten Gefühle, ähnlich wie die veralteten Glaubenssätze, die wir in einem bereits veröffentlichten Artikel erklärt haben. (Den Artikel finden Sie unten.) Dieses Kind in Ihnen beeinflusst ihren Alltag, ihr Handeln, ihre Reaktion, täglich und ist immer an Ihrer Seite. Was gute, aber auch nicht so guten Seiten mit sich bringt. Es bezieht sich auf traumatische Erlebnisse und Erfahrungen, verletzte Gefühle und die geringe Zuneigung, die Sie von Ihren Erziehungsbeauftragen erfahren haben. Besonders prägend ist der Zeitraum von Beginn ihrer Geburt bis hin zum sechsten Lebensjahr. In diesem Zeitraum kann es zu verschiedenen emotionalen Verletzungen gekommen sein.

Um den Rahmen nicht zu sprengen, empfehle ich Ihnen das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ verfasst von Stefanie Stahl.

 

Wie heile ich mein inneres Kind?

Eine zu Beginn möglich abschreckende Handlung, ist mit dem inneren Kind in einen Dialog zu treten. Dies sollten Sie an einem ungestörten Ort tun. Erinnern Sie sich an ein unschönes Erlebnis aus ihrer Kindheit zurück. Gehen Sie für sich in die Situation hinein, in die unschöne, verletzende oder kränkende Situation und nehmen sie Ihr inneres Kind in den Arm. Sagen Sie ihm, dass alles okay ist und Sie für es da sind. Reden Sie ihm gut zu und lassen Sie es spüren, dass Sie bei ihm sind und es jetzt nochmal aus der Erwachsenensicht betrachten.

 

Erkennen Sie die Muster der Vergangenheit und ihre eigenen Schutzstrategien. Oftmals sind wir in Situationen völlig aufgelöst, obwohl nicht passiert ist.  Bewusstsein ist der erste Schritt.

  • Was passiert in Ihrem Leben immer wieder? Welche Fehler begegnen Ihnen?
  • Was macht Ihnen Angst und welchen Themen weichen Sie aus?
  • In welchen Lebensbereichen kommen Sie nicht weiter?

Verbringe Zeit mit deinem inneren Kind. Das heißt nicht, dass Sie auf den Spielplatz gehen sollen.

  • Schenken Sie sich selbst eine Umarmung, wenn Sie merken, dass eine körperliche Zuwendung nötig ist.
  • Reden Sie ihm gut zu: „Ich bin bei dir und lasse dich nicht allein“, „Es ist vollkommen in Ordnung, aufgewühlt, traurig, wütend etc. zu sein”

 

Schreiben Sie Ihrem inneren Kind einen Brief und lassen Sie es wissen, wie wunderbar und einzigartig es ist. Lassen Sie es wissen, welche Eigenschaften Sie an ihm zu schätzen wissen, worüber Sie froh sind, und teilen Sie ihm mit, dass Sie von nun an da sind und sich kümmern werden. 

 

 

Die Heilung des inneren Kindes erfordert sehr viel Mut, Energie und Geduld. Sie stellen sich Ihren inneren Verletzungen und schädigenden beziehungsweise blockierenden Schutzmechanismen. Es lohnt sich die Maske abzunehmen und Klarheit zu erlangen. Betreten Sie den Weg der Selbstfindung, für sich.

Falls Sie sich mehr zur Heilung des inneren Kindes wünschen oder weitere Themenvorschläge für uns haben, schreiben Sie uns bei Instagram. Wir freuen uns über ihre Rückmeldung.

 

Die Macht von Glaubenssätzen – BSG Bildungsinstitut (bildung-sg.de)

Andere Blogartikel

Menü