Freizeitstress nach Endigung des Lockdowns. Warum Sie eine Sache nach der anderen angehen sollten

“Die langersehnten Lockerungen kommen uns immer näher, doch mit den freudigen Lockerungen kann auch gleichzeitig ein unwohles Gefühl in uns aufkommen. Ein Gefühl etwas verpassen zu können. Im Englischen auch FOMO, the fear of missing out, genannt. Die Angst unproduktiv zu sein, weil andere viel unterwegs sind, die Lockerungen nutzen und etwas erleben, doch all das kann zu Freizeitstress führen.”

Solch eine Entschleunigung haben wir alle nicht erwartet. Hätte man uns vor zwei Jahren gesagt, dass uns eine Pandemie erwartet, die sich über solch einen Zeitraum zieht, hätten wir mit Sicherheit nur den Kopf geschüttelt. Gerade in der Zeit zuhause, außerhalb von Bars, Freizeitaktivitäten, besonderen Hobbys und unseren Mitmenschen, wurde uns bewusst was wir wirklich wollen, worin wir uns mehr verwirklichen wollen, und vielleicht haben auch Sie schon ihre kleine „after Corona To-Do-Liste“ im Kopf. Am liebsten wollen wir so viel wie nur möglich machen, da uns die Möglichkeit so lange verwehrt wurde und wir keine andere Wahl hatten, als uns in den eigenen vier Wänden auszuleben.  Daran ist nichts verwerflich.

Wir haben uns daran gewöhnt nicht mehr in Menschenmaßen zu befinden, besonders viele Menschen in der Woche zu sehen, zu treffen und Aktivitäten nachzugehen. Wir haben gelernt uns in einem kleinen Kreis zu beschäftigen, fernab von vielen Menschen. Entschleunigung.

Die langersehnten Lockerungen kommen uns immer näher, doch mit den freudigen Lockerungen kann auch gleichzeitig ein unwohles Gefühl in uns aufkommen. Ein Gefühl etwas verpassen zu können. Im Englischen auch FOMO, the fear of missing out, genannt. Die Angst unproduktiv zu sein, weil andere viel unterwegs sind, die Lockerungen nutzen und etwas erleben, doch all das kann zu Freizeitstress führen. Der Terminplan wird vollgepackt, sodass wir keine freie Minute mehr haben. Keine freie Zeit für einen Leerlauf, einen Ausgleich für Entspannung. Wir probieren uns neu aus und melden uns für alles an, am liebsten alles innerhalb einer Woche. Doch genau so wichtig, wie unter Menschen zu sein, ist es auch in Ruhe allein zu sitzen. Vielleicht wurde es Ihnen durch den Lockdown bewusst, wie wertvoll Zeit mit sich selbst ist und anstatt nur unter vielen Menschen zu sein, es auch besonders ist mal unter sich zu seinen, ganz allein. Achten Sie dabei auf sich selbst, nehmen Sie sich nicht zu viel vor und an erster Stelle steht, vergleichen Sie sich nicht mit Mitmenschen, da Sie möglicherweise mal nicht so beschäftigt sind, in dem neuesten Restaurant waren oder immer noch kein Yoga ausprobiert haben, wo doch so viele es während des Lockdowns für sich gefunden haben. Das Ergebnis des Ganzen werden nur Sorgen sein und an unserem Selbstwert kratzen.

 

Nehmen Sie sich daher auch Zeit für Entspannung und Entschleunigung. Erstellen Sie eine Liste mit allem, was Sie sich während der Zeit vorgenommen haben und arbeiten Sie diese ab, jedoch eine Sache nach der anderen und über einen längeren Zeitraum hinaus. Probieren Sie eine Sache pro Monat, anstelle von allen vier To-Dos innerhalb einer Woche. Und zu guter Letzt: Planen Sie bewusst und realistisch.

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