Die richtige Worte gegenüber depressiven Angehörigen finden

Der richtige Umgang und die richtigen Worte sind von enormer Bedeutung, gerade im Umgang mit Angehörigen, die an einer Depression leiden.

Oft weiß man nicht wie man zu Handeln hat, die richtigen Worte zu finden ist nicht immer leicht, da man selbst wahrscheinlich noch nicht in der Lage war und nicht weiß was angebracht ist. Verwandte und Freunde fühlen sich hilflos, weil sie nicht wissen, was man sagen könnte.

Eine gute Nachricht: es gibt Sie, die Worte, die helfen. Wir haben für Sie Punkte zusammengefasst, egal ob Partner, Eltern oder Bekannte, jeder kann die richtigen Worte nutzen und weiß was man den Liebsten sagen kann und was man besser vermeiden sollte. Die richtigen Worte zu finden ist nicht leicht, gerade weil wir nichts falsch machen wollen, niemanden verletzen wollen und nichts „gedankenloses“ sagen wollen. Wir alle wollen dazulernen, auch wenn nicht jeder die Situation nachvollziehen können wird.
Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht jeder Satz, zu jeder Person und zu jedem Zeitpunkt eignet.

 

Ein guter Einstieg ist damit zu beginnen, sich zu fragen: „Wie würde es mir gehen und was würde ich mir wünschen, wenn ich in so einer Lage wäre.“

Vermeiden Sie ein „ich hatte das auch mal, da habe ich …“ und wandeln Sie es in ein „alles ist okay. Es ist okay, so wie es gerade ist und so darfst du und die Situation sein“ um. Dadurch fühlen sich Betroffene missverstanden und es ist immer okay in einer Lage zu sein. Es ist okay heute mal nicht zu wollen, weniger Antrieb zu haben. Es ist okay, Du und die Situation dürfen so sein. Das ist okay.

„Egal, wie oft und wie lange es dir schlecht geht, ich werde da sein, wenn du mich brauchst.“ Erkrankte wollen kein Mitleid, sie wollen, dass jemand für Sie da ist und ihnen beisteht. Seien Sie da und lassen Sie es die Person spüren.

Umarmungen. Fragen Sie die Angehörigen, ob Sie in den Arm genommen werden wollen, somit müssen sie nur etwas zu deren Situation sagen, wenn sie auch wirklich wollen. Körperliche Nähe macht einen Unterschied und besonders die Frage, ob ihr Gegenüber das möchte. Halten Sie sich daher immer vor Augen und lassen den anderen wissen, dass auch ein „nein“ für Sie in Ordnung ist. Er kann weiterhin entscheiden und fühlt sich nicht bedrängt.

Unterschieden Sie zwischen der Krankheit und der Person.

Bleiben Sie humorvoll und verstellen Sie sich nicht.
Seien Sie dieselbe Person und verhalten Sie sich Ihrem Gegenüber so, wie auch vor der Erkrankung. Ihr Gegenüber wird sich über Humor freuen und gibt ihm ein sicheres Gefühl.

Seien Sie zurückhaltend mit gut gemeinten Ratschlägen wie „du hast doch gar keinen Grund.“

Geben Sie acht auf ihr Umfeld, ihre liebsten und sprechen Sie mit Ihnen, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas anders ist. Niemand mag es ignoriert oder überhört zu werden. Haben Sie ein offenes Ohr und hören zu, versuchen Sie gemeinsam Lösungen zu finden.
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