Berufliche Neuorientierung – Ausweg aus der Krise

Was die aktuelle Krise auf jeden Fall mit sich bringt, ist, dass die Menschen gezwungen werden auf die STOP-Taste zu drücken. Zeit, in der wir alle bewusster und achtsamer in uns hineinhorchen können. Eine Zeit, in der auch viele Menschen ihren bisherigen Weg kritisch durchleuten. Ist der Job, in dem ich die letzten Jahre gearbeitet habe, das richtige für mich? Bietet die aktuelle Krise vielleicht auch eine Chance für Neuorientierung?

Falls Sie auf der Suche sind nach neuen Möglichkeiten und Wachstum, möchten wir Ihnen gerne einen kleinen Einblick in unsere Weiterbildung „Sytemische/r SozialtherapeutIn DFS“ ermöglichen, welche nun auch online stattfinden kann.

Im Folgenden lesen Sie ein Interview mit Ralf Enchelmaier, einem unserer Dozenten in der Weiterbildung.

„Qualifikation schützt vor Burnout und dem Helfersyndrom“



Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem wird gewahrt

BSG – Dozent Ralf Enchelmaier ist in der Weiterbildung „systemischer Sozialtherapeut DFS“ leitend in den inkludierten Modulen „systemische Grundhaltung“, „Einführung in die Systemtheorie“, „Bindungstheorien und Beziehungsverhalten“ sowie „systemischen Fragetechniken“ tätig.

Absolventen der Weiterbildung sind gefragte Fachkräfte, die, laut Herr Enchelmaier, durch ihre Zusatzqualifikation in vielen begleitenden, pädagogischen und sozialtherapeutischen Feldern, wie gesetzlicher Betreuung, Schulbegleitung, in der Behindertenhilfe oder im psychosozialen Bereich und der Familienhilfe honoriert werden. Zudem eröffnet es neue Berufsfelder und einen besseren Umgang in der Arbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen.

In der Weiterbildung erlangen die Teilnehmer eine Vielzahl an Methodenkompetenzen, die sie im beruflichen Alltag anwenden können. Ralf Enchelmaier kommt selbst aus der Praxis, er hat eine Grundausbildung als Philosoph und Soziologe M.A., zudem hat er mehrjährige Erfahrung im Bereich der Psychiatrienachsorge. Heute arbeitet er als selbstständiger systemischer Coach, Supervisior und als Dozent in der Erwachsenenbildung.

In seinen beruflich vielfältigen Erfahrungen wendete er Methoden und Haltungen aus seiner eigenen systemischen Familien- und Sozialtherapeuten Weiterbildung an. Nun vermittelt er diese beim Bildungsinstituts für Soziales- und Gesundheit als Dozent in der Weiterbildung zum systemischen Sozialtherapeuten DFS.

„Im Modul systemische Grundhaltung vermittle ich Werte, Haltungen und verschiedene Zugänge zur Sozialtherapie. Ich gehe auf die Wirksamkeit von Therapie und auf verschiedene Strömungen ein. Die Teilnehmer lernen Ihre eigene therapeutische Haltung kennen und zu hinterfragen“, so Enchelmaier.

Zudem gibt es einen Einblick in die Systemtheorie von Niklas Luhmann „sodass die TeilnehmerInnen ihr praktisches Arbeiten, theoretisch einbetten und die Theorie als ein grundlegendes Werkzeug in der Ausübung von Sozialtherapie begreifen“ können.

Im Modul Bindungstheorien und Beziehungsverhalten können die TeilnehmerInnen ihren eigenen Bindungstypen analysieren. „Im Zentrum steht die Bindungstheorie mit den Bindungstypen nach Karl Heinz Britsch“. Des Weiteren geht es um die Beziehungsdynamiken, die durch einen längeren Beratungs- und Begleitprozess entstehen.

In dem Modul „systemische Fragetechniken“ erlernen Sie, wie Sie die systemischen Theorien in der Praxis anwenden können. Sie werden in diesem Modul angeleitet, die systemischen Fragetechniken praktisch im Beratungsprozess anzuwenden.

Ralf Enchelmaier setzt die systemischen Methoden und Haltung natürlich auch selbst im Alltag um.

„Bei meiner langjährigen Arbeit in einer psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle eines Gesundheitsamtes, bediente ich mich oft der systemischen Fragen, um Klienten in ihrer chronifizierten Haltung zu verstören und etwas Bewegung in ihre Selbst- und Weltsicht zu bringen“.

Der Praxistransfer ist uns beim Bildungsinstitut für Soziales und Gesundheit sehr wichtig. Alle Dozenten sind praktisch tätig. Dadurch können spannende Falldiskussionen entstehen und die neuen Erkenntnisse der Module gut in die Praxis übertragen werden.

Auf die Frage, wie wichtig die Qualifikation im beruflichen Alltag für die Teilnehmer sein wird, antwortet Enchelmaier: „Die Kenntnis von systemtheoretischen Grundlagen erachte ich als ausgesprochen wichtig und dies durchzieht die ganze Arbeit mit Menschen… Die Qualifikation schütz auch besonders die Fachkräfte vor Burnout und dem Helfersyndrom, da die Grenze zwischen Helfer- und Klientensystem besser gewahrt werden kann“.

Der Abschluss und die Anerkennung des Sozialtherapeuten beim deutschen Dachverband für Sozialtherapie, eröffnet Ihnen neue Berufsfelder, vermittelt Ihnen neue Methoden und Haltungen und stärkt ihren Umgang in der Arbeit mit Menschen.

Möchten Sie Ihren Blickwinkel systemtherapeutisch erweitern?

Möchten Sie neue systemische Methoden für die Zusammenarbeit mit Menschen in schwierigen psychosozialen Lagen erlangen?

Dann melden Sie sich doch gerne für mehr Informationen bei:

Alina Stollmeier
Leitung Weiterbildung

Tel: 02361/3885943